Friedhofserweiterung für Busenbach und Unterbringungsprobleme

Bekanntgabe der Verwaltung.

Man hörte ihn förmlich plumpsen, den großen Stein der Erleichterung, als Harald Irion eine Pressemitteilung der Acura-Kiniken verlas. Der laufende Betrieb der Klinik in Waldbronn ist gesichert, Löhne und Gehälter können aus eigenen Mitteln bezahlt werden und es werden sogar neue Mitarbeiter gesucht.

Friedhofserweiterung Busenbach.

Der Friedhof Busenbach muss erweitert werden, weil er einerseits vom Platz her an seine Grenzen stößt und weil es keine zusammenhängende Flächen mehr gibt, so die Ausführungen des beauftragten Planungsbüros. 6300 Quadratmeter soll die Erweiterungsfläche mit neuer Bestattungsfläche und arrondierenden Maßnahmen wie Wege, Stellplätze, Nebenflächen und Grüngutplätze betragen. Bis 2018 stehen noch genügend Grabstellen zur Verfügung. Aber die Busenbacher Bevölkerung wird laut Prognosen in den nächsten Jahrzehnten auf 6 Tsd. bis 7 Tsd. Einwohner anwachsen. Trotz einer veränderten Bestattungskultur (mehr Urnenbestattungen) und der daraus resultierenden kleineren Bestattungsfläche wird mehr Fläche benötigt.

Kommunen müssen ihre Pflicht zur Notunterbringung Obdachloser erfüllen.

Harald Irion informierte über die momentane Situation zur Unterbringung von Asylbewerbern, Flüchtlingen und Obdachlosen in unserer Gemeinde. Da die Flüchtlingszahlen zurückgehen, hat sich auch die Situation in Waldbronn entspannt; jedoch haben anerkannte Asylbewerber nach geltendem Recht und unter gewissen Voraussetzungen das Recht, nach kurzer Zeit Familienangehörige (Ehepartner und leibliche Kinder) nachzuholen. 27 Personen sind derzeit in Gemeindeeinrichtungen in der Anschlussunterbringung, 12 Personen können im Pfarrheim Busenbach und 20 Personen im Neubau in der Bahnhofstrasse untergebracht werden.

Die Gemeinde hat z. Zt. Kapazität für 18 Obdachlose davon 16 aus EU Ländern, unter denen sich 7 Kinder befinden. Wohnungslose Menschen, auch aus EU Ländern, haben ein Recht darauf, von der Kommune, in der sie sich aktuell aufhalten, mit einer Notunterkunft nach Ordnungsrecht versorgt zu werden. Diese Verpflichtung kann sich für die Gemeinde Waldbronn zu einem künftig großen Unterbringungsproblem entwickeln.

Deshalb kam die Frage auf, ob das zum Abriss stehende Wohnhaus in der Waldstraße 2 doch belassen werden soll, um weiterhin als Obdachlosenunterkunft Verwendung zu finden. Der Gemeinderat beschloss allerdings, das nicht mehr sanierungsfähige Gebäude abzureißen. Notwendige Mittel sind bereits im Haushalt 2017 eingestellt. Die Parksituation rund um die Pfarrkirche St. Katherina könnte nach Abriss des Gebäudes wesentlich verbessert werden und es könnte sich dadurch die Möglichkeit ergeben, das Areal städteplanerisch aufzuwerten.

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