Unmut in der Waldbronn Bevölkerung

In den letzten Wochen wurde uns aus der Waldbronner Bevölkerung harsche Kritik vorgetragen in Bezug auf den Antrag von SPD/Bürgerliste, eine neue Straßenanbindung der Fa. Polytec zu prüfen. Von Realitätsverweigerung der sog. Bürgermeisterfraktion war die Rede. Waldbronner Bürger scheinen zu erkennen, dass dieser Antrag wohl letztendlich nur eine Absicht hat: Die Bebauung der Fleckenhöhe vorzubereiten. Diese Einschätzung hat auch unsere Fraktion. Gebetsmühlenartig wird von den Kolleginnen und Kollegen der SPD/Bürgerliste sowie dem Bürgermeister dargestellt, dass in Waldbronn alles in Ordnung sei: “Die finanzielle Situation der Gemeinde stellt kein Problem dar und es bedarf nur des großen Wurfs Richtung Fleckenhöhe, um die Zukunft Waldbronns in goldenem Licht erleuchten zu lassen”. Die höchst prekären strukturellen Defizite Waldbronns werden ebenso ignoriert wie die Tatsache, dass das Tafelsilber nur einmal verkauft werden kann und danach der Katzenjammer umso größer sein wird. Ausgeblendet wird die gelb-rote Karte der Aufsichtsbehörde ebenso wie das finanzielle Risiko der 33-Mio.-Euro-Klage von Seiten des Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg. Wir Freie Wähler verschließen uns nicht der Realität, werden aber leider allzu gern in die „Motzecke“ gestellt. Die Angst wird geschürt, dass Tochtergesellschaften und womöglich auch Polytec selbst Waldbronn verlassen werden, wenn keine neue Verkehrsanbindung erfolgt. Mittels eines Kreisels am Ende der Talstraße sollen die Erschließung und Anbindung der Fleckenhöhe forciert werden. Wir Freie Wähler werden dem Antrag der SPD/Bürgerliste entschieden entgegen treten, werden aber einer Prüfung der Anbindung der Fa. Polytec an die Landesstraße 546 (Ochsenstraße) positiv gegenüber stehen. Allerdings sind wir der Meinung, dass ein Gespräch nur unter den Bürgermeistern nicht zum Ziel führt. Es muss die Möglichkeit der interkommunalen Zusammenarbeit ausgeschöpft werden. Da die Fleckenhöhe vorerst eine unbezahlbare Vision für Waldbronn bleiben wird, können der Bau eines Kreisels in der Stuttgarter Straße derzeit zurückgestellt und die Verkehrsströme beobachtet werden. Ein Verkehrskreisel wird an einer wichtigeren Stelle zur Sicherheit der Bürger benötigt, nämlich am Ortsausgang von Reichenbach in Richtung Karlsbad!

Ausgleichsmaßnahmen für ‘Rück II’ und Besichtigung des Friedhofs

Ist eine Friedhofserweiterung in Busenbach unbedingt nötig?

Bei der Ortsbesichtigung der Mitglieder des AUT auf dem Friedhof in Busenbach stellten anwesende Bürger die von der Verwaltung vorgeschlagene Erweiterung des Friedhofs Busenbach in Frage. Es gäbe doch noch genügend Freiflächen für Bestattungen, war zu hören. Das ist zwar richtig, aber Frau Balzuweit vom Friedhofsamt stellte klar, dass die Bodenverhältnisse eine zufrieden stellende Zersetzung bei Erdbestattungen nicht zuließen, um nach beendeter Liegezeit Gräber neu zu belegen. Außerdem war es in der Vergangenheit möglich, sich die Grabflächen auf dem Friedhof auszusuchen. Das Ergebnis ist heute ein sog. Flickenteppich, auf dem Gräber unterschiedlich lange belegt sind. Deshalb können auch großflächig keine besonderen Drainagemaßnahmen durchgeführt werden. Das stellte auch bei der anschließenden Diskussion Klaus Veiel vom beauftragten Planungsbüro fest. Der Boden müsste eigentlich ausgetauscht, das Wasser abgeführt und die Gräber besser belüftet werden. Festzustellen ist aber auch, dass es immer mehr Feuerbestattungen gibt, in Busenbach zu Beginn 2017 fast 85 %. Zwei neue Stelen wurden errichtet, ein guter Anfang. Da eine Friedhofserweiterung nicht nur Natur zerstört, sondern auch einen immensen Kostenfaktor darstellt, sollte versucht werden, neue Wege zu gehen. Wie könnten diese aussehen? Errichten neuer Urnengräber, die vor allem in die Höhe gehen und nicht viel Fläche verbrauchen, die jetzt noch vorhandenen Flächen für Erdbestattungen nutzen, mögliche Bodenverbesserungsmaßnahmen durchführen und die Option anbieten, sich bei einer gewünschten Erdbestattung die Friedhöfe in Reichenbach oder Etzenrot auszusuchen.

Kanalpläne in allen Ortsteilen werden überprüft

Bis Ende des Jahres sollen in allen Ortsteilen die Kanalpläne auf ihre richtige Dimensionierung überprüft werden. Das Ingenieurbüro Jan Müller fing mit der Überprüfung des Etzenroter Kanalnetzes an. Anhand der Berechnungen konnte festgestellt werden, dass kein akuter Handlungsbedarf besteht. Im Juni wird das Kanalnetz in Reichenbach überprüft, nach der Sommerpause das in Busenbach. Bei der Ortsbesichtigung der Straße „Am Turnplatz“ konnten die Mitglieder des AUT sich davon überzeugen, dass die Neigung der Straße ungünstig verläuft. Manche Anwohner hatten beim letzten Hochwasser im Juni 2016 mit Wassermassen zu kämpfen, die aus der Kanalisation in die Häuser ungehindert fließen konnten. Sie wünschen sich eine baldige Lösung.

Ausgleichsmaßnahmen für Rück 2 vorgestellt

Harald Irion stellte verschiedene Ausgleichsmaßnahmen für die Bebauung von „Rück 2“ vor. Da eine große Fläche durch die Bebauung denaturiert wird, müssen Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden. Dazu gehören Umbaumaßnahmen am Hetzelbach, ein Fledermauskorridor und die Aufforstung von Wiesenflächen in der Nähe der Fleckenhöhe, die aber erst gekauft werden müssen. Diese Maßnahmen sollen zunächst dem Umweltbeirat vorgestellt werden, der im Mai zusammentritt. Die Kosten für die Ausgleichsmaßnahmen werden sich auf 200 bis 250 Tsd. Euro belaufen.

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