Über Wildbienen und das Waldbronner Leitbild

Hübsche Akzente für den Wildbienensommer

Wer in den letzten Tagen durch Waldbronn kommt, dem fallen die übergroßen „Bienen“ auf. Zehn sind es insgesamt, liebevoll gestaltet aus aufeinander gestapelten Strohballen. Auch in Karlsbad kann man diese Zeichen für den beginnenden Bienensommer finden. Am letzten Freitag wurde die Aktion in Karlsbad offiziell eingeläutet. Eine große Wiese mit verschiedenen Wildkräutern wurde in der Nähe des Langensteinbacher Grüngutplatzes eingesät, ein Bienenhotel aufgebaut und ein Schild aufgestellt mit dem Hinweis auf die Besonderheit der Wildbienen. Bürger können sogar mit abgepackten Blütensamen ihren Garten für Wildbienen fit machen. Ein herzliches Dankeschön allen Akteuren, die sich für diese besondere Attraktion einsetzen. Klaus Albiez, Vorsitzender des Bienenzüchtervereins Ettlingen und Albgau, erklärte während der kleinen Feierstunde, was wohl der Grund sei, dass Hausbienen immer weniger geeignetes Futter finden können. Er begründete das Problem in der Ausbringung von Pestiziden, der sich verändernden Wiesen- und Feldlandschaft, in der es entweder keine Wildblumen mehr gibt oder viel zu früh gemäht wird sowie im Klimawandel. Dennoch entscheiden sich immer mehr Hobbyimker für die Bienenzucht.

Aber auch Hummeln, ebenso wichtige Bestäuber vor allem von Obstbäumen, finden keine adäquate Nahrung mehr. Klaus Albiez stellte auch fest, dass es doch auffällig sei, dass nach langem Fahren auf der Autobahn die Autofrontscheibe im Gegensatz zu früher bei weitem nicht mehr so schmutzig mit Insekten sei. Der eine macht sich darüber Gedanken, den anderen freut es vielleicht.

Wünsche der Leitbildgruppenvertreter

Monatelang setzt man sich im Vorfeld zusammen, aber die Umsetzung findet nicht so statt, wie man es sich wünschen würde. Das war der Tenor der Mitglieder aus den verschiedenen Leitbildgruppen, die sich mit Vertretern der Fraktionen des Gemeinderats und der Verwaltung als Steuerungsgruppe in der letzten Woche trafen. Obwohl in den Sitzungsvorlagen des Gemeinderates explizit auf die Leitziele und die Maßnahmen hingewiesen wird, hatten die Mitglieder der anwesenden Leitbildgruppen nicht den Eindruck, dass eine ordentliche Umsetzung stattfindet. Nur die Projektgruppe ‘Umwelt’ sieht einige Ihrer Maßnahmen auf dem richtigen Weg. Dabei handelt es sich um den Fair-Trade-Handel und den EEA (European Energy Award) mit der Einrichtung der Energiezentrale. Ein Radwegeplan, eingefordert von der Projektgruppe ‘Infrastruktur’, wartet auf die Umsetzung; im Haushaltsplan für 2017 sind 50 Tsd. Euro dafür eingestellt. Die Gruppe ‘Soziales’ erhofft sich endlich die Einrichtung eines Sozialbeirates, die Gruppe ‘Kultur’ wünscht, dass der Kulturring weiterhin von der Gemeinde finanziell unterstützt wird und die bestehenden freiwilligen Einrichtungen weitergeführt werden. Allein, es fehlt am Geld und an Manpower in der Verwaltung. Mit dem Auftrag an die GR-Mitglieder, in den Fraktionen über eine personelle Aufstockung in der Verwaltung in Bezug auf Überprüfung der Umsetzung und Bündelung der Ziele und Maßnahmen im Leitbild zu diskutieren, wurde die Sitzung beendet.

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