Jahresversammlung der Freien Wähler Baden-Württemberg

Bericht über die 61. Jahreshauptversammlung der Freien Wähler

Zwei interessante Themen erwarteten die Waldbronner Delegierten in diesem Jahr: Wie kann die Integration von Flüchtlingen gelingen? Wie kann man erreichen, dass mehr Jugendliche sich für Politik, besonders Kommunalpolitik interessieren? Heinz Buschkowsky, ehemals Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, berichtete als Gastredner über die Bedeutung der Integration von Flüchtlingen und die besondere Schwierigkeit vor allem in Großstädten. Denn dort haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte so genannte Parallelgesellschaften entwickelt, die kaum mehr zu zerschlagen sind. Einfacher ist die Integration von Immigranten auf dem Land, wo es viele ehrenamtliche Helfer und auch Netzwerke gibt. Sehr wichtig ist der gerade verabschiedete Pakt für Integration von Landesregierung und Kommunen in Baden-Württemberg. Aber Flüchtlinge müssen auch bereit sein, sich bei uns zu integrieren. Wichtig vor allem für die Zukunft der Kinder ist es, die deutsche Sprache zu erlernen. Deshalb sollten Flüchtlingskinder unbedingt einen Kindergarten besuchen. Er schloss nicht aus, dass in den nächsten Jahren noch mehr Flüchtlingswellen zu befürchten sind, weil vor allem in Nordafrika viele Menschen „auf gepackten Koffern säßen“ und nur auf eine Gelegenheit warteten, nach Europa zu kommen.

Jugendliche aus Elzach stellten im 2. Teil der Veranstaltung Projekte vor, die sie angestoßen haben. Dabei ging es einmal um einen „Politischen Tag“, an dem Schüler aus den 8. Klassen aller weiterführenden Schulen in Elzach das Rathaus und eine Sitzung des Gemeinderates mit anschließender Diskussion besuchen konnten. Ein weiteres Projekt ist die Einrichtung einer App. mit dem Titel „Jugend macht mobil im Tal“. Es werden Mitfahrgelegenheiten für Jugendliche angeboten, die in den weiten Tälern des Schwarzwaldes nur schwer die Städte erreichen können. Ausführlich erklärten die beiden jugendlichen Referenten – in der Zwischenzeit Studenten - , welche Schritte sie für die Umsetzung unternommen hatten. Auf Augenhöhe mit Jugendlichen kommunizieren und auf ihre Bedürfnisse eingehen, ist der Schlüssel für mehr Beteiligung.

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