19. Februar 2021

Aldi zieht voraussichtlich in die Festhalle - Wohin mit dem Feuerwehrhaus

Aldi zieht voraussichtlich in die Festhalle - Wohin mit dem Feuerwehrhaus

Wo kann Aldi seine Interimslösung umsetzen ?

Das Festplatzareal wird Aldi als Übergangslösung vorgeschlagen. Denn  wir brauchen gerade während einer solchen gegenwärtig vorherrschenden Pandemie Einkaufsmöglichkeiten, damit sich die Kunden etwas verteilen.

Die Vereine, die bisher in der Festhalle ihre Vereinsfeste durchgeführt haben, der Musikverein Edelweiß Busenbach, der an der Festhalle angeschlossen sein Vereins- und Probenraum hat und der TSV Reichenbach, der seine Umkleideräume an der Festhalle hat, wollen Planungssicherheit haben; wie es während und vor allem nach der Interimslösung weitergehen wird. Deshalb haben wir uns mit einer Stellungnahme während der letzten Gemeinderatssitzung für die von den Vereinen gestellten Forderungen ausgesprochen, ohne dabei zu vergessen, dass man bereit sein sollte ,“sich Neuem“ zu zuwenden. Damit ist vor allem gemeint, die nach der Coronazeit möglichen Vereinsfeste im Eistreff durchzuführen. Aldi ist bereit 224 Tsd Euro zur Verfügung zu stellen, um die Verluste, die die Vereine haben, wenn sie keine Feste ausrichten können, auszugleichen.Außerdem werden die Vereinsgaragen an der Festhalle umgesiedelt in die Siemensstraße. Dennoch muss noch nachgebessert werden und die Verwaltung ist beauftragt, mit Aldi über die Finanzierung von einem  Umzug der Umkleidekabinen zum Clubhaus des TSV zu verhandeln.

Anbei unsere Stellungnahme von unserem Fraktionsvorsitzenden Kurt Bechtel

Seit geraumer Zeit wird hier im Rat über die Nahversorgung während der ALDI Bauzeit diskutiert. Für uns Freie Wähler war es nach der Entscheidung den Eistreff einer privaten Betreibergesellschaft zu überlassen klar, dass für ein ALDI Provisorium mangels sinnvoller Alternativen nur die Festhalle in Frage kommt. Ob nun ALDI die Festhalle abreißt und an dieser Stelle eine stabile Leichtbauhalle errichtet oder die Festhalle entsprechend anbaut, wissen wir heute noch nicht. Wir sind der Meinung dass die Nahversorgung in Waldbronn während der ALDI Bauzeit gewährleistet sein muss und werden der Nutzung der Festhalle oder des Areals durch ALDI zustimmen.

Natürlich ist uns bewusst, dass dies ein Eingriff in die gewohnten Vereinsstrukturen bedeutet. Für mind. 3 Jahre werden keine Vereinsfeste in der Festhalle möglich sein. Wir sehen diese neue Situation für die betroffenen Vereine jedoch auch als Chance sich etwas Neuem zuzuwenden. Möglichkeiten ein Vereinsfest zu gestalten gibt es in Waldbronn wahrlich genug. Ich spreche hier von der Eishalle in der ohne Probleme ein Festzelt aufgebaut werden könnte, Tennishalle, Kurhaus, Wiesenfesthalle, Gesellschaftshaus etc. Die Fraktion der Freien Wähler wird sich dafür einsetzen dass nach Ende der ALDI Bauzeit die Vereinsfeste wieder an gewohnter Stelle stattfinden können. Diese Planungssicherheit muss den Vereinen seitens der Gemeinde zugesichert werden. Während der ALDI Nutzung sollten die beiden Vereine (TSV Reichenbach und Edelweiß Busenbach) die vor Ort Ihren Vereinsplatz haben, möglichst wenig Einschränkungen in Kauf nehmen müssen.

Wir sprechen uns dafür aus, dass die Umkleidekabinen des TSV Reichenbach in Containerbauweise neben das Clubhaus verlegt werden. Die Kosten hierfür müssen von der Fa. ALDI getragen werden. Der Zugang zu den Sportstätten darf während der ALDI Bauphase aus Sicherheitsgründen nicht über das jetzige Festhallenareal führen.

Ebenso ist es für uns Freie Wähler wichtig, dass das jetzige Probelokal des Musikvereins Busenbach an dortiger Stelle auch über das ALDI Provisorium hinaus bestehen bleibt. Der Zufahrtsweg von den Tennisplätzen her zum MVE Proberaum sollte ausgebaut werden.

Durch die Verlegung der Umkleidekabinen zum Clubhaus des TSV, kann auf dem Vorplatz der jetzigen Umkleideräume wiederum Platz geschaffen werden, für reservierte Parkplätze die die Mitglieder des MVE für Ihren Probebetrieb nutzen können.

Sollte ALDI einen festen Bau am Festhallenstandort errichten, muss dieser von der Gemeinde kostenfrei nach der ALDI Bauzeit übernommen werden können. In der Anlage 1 Nr. 6 der Sitzungsunterlagen heißt es „Die Bauweise der Halle hat so zu erfolgen, dass eine anschl. Nutzung für Feste der Vereine möglich ist. Dem widersprechen wir, den richtig muss es lauten „Die Bauweise der Halle oder Zelthalle muss so erfolgen, dass eine anschl. ganzjährigeNutzung für Feste der Vereine oder anderweitigen Veranstaltungen möglich ist. Es würde den Standort und die Nutzungsmöglichkeit der Festhalle erheblich aufwerten.

Ich möchte noch einmal betonen dass es sich um ein Zeitfenster von ca. 3 Jahren handelt, und wer weiß ob in den nächsten Jahren überhaupt Feste aufgrund der Pandemie wie gewohnt abgehalten werden können. Keiner kann das vorhersagen. Last but not least könnten wir uns vorstellen, dass über die Höhe der Entschädigungen für die Vereine noch mit ALDI verhandelt werden muss.

Wir werden einer Übernahme der Festhalle durch die Fa. ALDI zustimmen. Das Gelände als möglicher Standort für ein Feuerwehrhaus scheidet für uns Freie Wähler aus.

Wir unterstützen nicht den Vorschlag, ein Feuerwehrhaus auf das Gebiet „Langenäcker“ zu verwirklichen

Wir konnten uns vorstellen, das Gebiet als Sondergebiet und mit 5000qm für ein Feuerwehrhaus zu erschließen und als neuen Standort in den Standortkatalog aufzunehmen, nachdem wir den Standort Festhalle durch einen fraktionsübergreifenden Antrag ausgeschlossen hatten. Aber aus den 5 Tsd qm  wurden dann 7 Tsd qm, und dann plötzlich von Seiten der Verwaltung 3.7 ha, die man beim Nachbarschaftsverband als benötigte Fläche beantragen will, und zwar nicht als Sondergebiet, sondern als Gewerbefläche, weil man noch Bauhof, Gemeindegärtnerei und und ...in dieses Gebiet mit aufnehmen könnte. Geblieben sind zum Beschluss dann 1,5 ha. Von unserer Seite aus ein großes „ NEIN“, denn das ist der Türöffner für weitere Begehrlichkeiten und Wünsche. Quasi ein Erschließen der Fleckenhöhe über die Hintertüre. Wir werden dem nicht zustimmen und favorisieren den Standort Eingangsbereich und Parkplatz Freibad, vorgeschlagen von der CDU-Fraktion. Mit einer Klappe könnte man zum einen ein neues Feuerwehrhaus bauen, den renovierungsbedürftigen Eingangsbereich zum Freibad sanieren und hat das DLRG- Gebäude mit im Ensemble. Am 3. März wird über den Standort für eine neues gemeinsames Feuerwehrhaus entschieden.

Photovoltaikanlage auf dem Pausendach der Waldschule in Etzenrot, wir stimmen zu

Die Gemeinde will bis 2040 klimaneutral werden und dazu gehört  auch, auf allen öffentlichen Gebäuden eine PV-Anlage zu installieren. Die Möglichkeit, ob man auf dem Gebäude Waldschule eine Anlage errichten könnte, gestaltete sich als schwierig, weil teilweise die Unterkonstruktion des Daches dies nicht zulassen würde. Für 130 Tsd Euro entschieden wir uns für die Variante, auf  dem Dach der Pausenhalle eine PV-Anlage  mit 18-19 kWp zu errichten. Nun wird nach Fördermaßnahmen für dieses Projekt geschaut.

( Text: A.D.-Purreiter)