23. Oktober 2019

Aus dem Beirat für Umwelt und Agenda

Aus dem Beirat für Umwelt und Agenda

Der European Energy Award- nicht nur eine Auszeichnung

Waldbronn ist auf dem richtigen Weg laut Frau Schwegle von der Umwelt- und Energieagentur des Landkreises Karlsruhe. Denn die Kommune sollte Vorbild sein im schonenden Umgang mit Ressourcen. Manche Gemeinden, wie z. B. Karlsruhe rufen den Klimanotstand aus und müssen ganz schnell handeln. Aber besser ist es, dass sich eine Kommune Ziele setzt, was sie in Zukunft gegen den Klimawandel tun kann, denn alle vier Jahre wird eine Gemeinde neu zertifiziert. Zunächst müssen die kommunalen Liegenschaften wie Rathaus, Schulen und Kindergärten energetisch überprüft werden und am Ende wird ein Energieausweis für jedes Gebäude erstellt. Den müssen private Verkäufer schon seit einiger Zeit für ihr Gebäude vorweisen. Es geht aber auch um eine flächendeckende Einführung von Tempo-30-Zonen und einem Lärmaktionsplan. Straßenlampen müssen so schnell wie möglich auf LED umgestellt und die Gebäude im Rück 2 sollten an das Nahwärmenetz angeschlossen werden. Einiges ist in Waldbronn schon auf den Weg gebracht worden. Dazu gehören auch die Beratungsangebote in Bezug auf Hausdämmung im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes „zeozweifrei“.

Regenwassernutzung durch geregelte Regenrückhaltebecken

Wie kann Oberflächenwasser, welches durch die Versiegelung der Flächen im Rück 2 entsteht, nachhaltig genutzt werden? Zusammen mit den Institut FZI, Forschungszentrum im KIT, sollen sog. intelligente Rückhaltebecken entwickelt werden, deren Regenwasser zur Bewässerung von Grünanlagen und Sportplätzen verwendet werden kann und/oder das überschüssige Wasser gedrosselt in die Kanalisation abgeben. Damit soll zum einen die Kanalisation bei Starkregen entlastet und zum anderen das Wasser einer optimalen Nutzung – gerade bei langen und heißen Sommern – zugeführt werden. Die Freien Wähler finden diese Idee unterstützenswert.

(Text: A.D.-Purreiter)