27. Oktober 2020

Bauverzögerung Rück 2 und barrierefreie Haltestellen

Bauverzögerung Rück 2 und barrierefreie Haltestellen

Mangelnde Information gegenüber den Bauherren im Rück 2?

Es ist verständlich: Die Bauwilligen möchten endlich anfangen, ihr Häusle zu bauen. Für einige geht es mit der Erschließung einfach nicht voran. Das sorgt für Verärgerung, denn die persönliche Situation hängt daran. So lud Bürgermeister Franz Masino in der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik kurzerhand Betroffene und Verantwortliche zu der Sitzung ein, um Rede und Antwort zu stehen. Der Ingenieur von Götz-Bau sieht die Gründe für die Verzögerung in der Schlechtwettersituation im letzten Jahr, Corona-Lockdown im Frühjahr, schlechte Bodenverhältnisse  und zusätzliche Baumaßnahmen, die die Gemeinde oder Bauherren der Mehrfamilienhäuser wegen Anschluss an die Energiezentrale anordneten. Dann kam noch der Bau des Kreisels an der Talstraße dazwischen. Die Käufer der Grundstücke wiederum fühlen sich schlecht informiert und fordern eine bessere Kommunikation. Das soll sich nun ändern. Bis Ende April 2021 soll die Erschließung in trockenen Tüchern sein, so dass gebaut werden kann.
Vier Wochen vorher sollen die Bauherren über das Ende der allgemeinen Baumaßnahmen informiert werden. Wir würden uns wünschen, dass im Frühjahr nächsten Jahres ganz sicher mit der Bebauung angefangen werden kann.

Barrierefreier Ausbau von Bushaltestellen in der Gemeinde
Es gibt immer mehr Senioren in Waldbronn, die auf die Hilfe eines Rollators oder Rollstuhls als Fortbewegungsmöglichkeit angewiesen sind.  Aber auch Familien, die mit einem Kleinkind im Kinderwagen den öffentlichen Nahverkehr nutzen wollen, sind darüber dankbar. So werden in Waldbronn zunächst 6 von 37 Bushaltestellen im Gemeindegebiet barrierefrei ausgebaut. Diese sind in Etzenrot an der Vogesenstraße, an der Bergstraße und an der Talstraße beim Sportzentrum.
Warum werden gerade diese zunächst verändert? Durch den Umbau der Talstraße wegen der Erschließung von Rück 2 kann ohne Probleme der barrierefreie Ausbau umgesetzt werden. Einfach und verhältnismäßig kostengünstig ist es auch bei den anderen vier Haltestellen. Die Umgestaltung aller Haltestellen soll bis 2025 abgeschlossen sein. Etwa 1,4 Mio. Euro kostet der Umbau, 220 Tsd. Euro sind im Haushalt 2021 eingestellt. Nun will die Verwaltung sich um eine mögliche Förderung kümmern, denn für uns ist es unverständlich, dass die gesamten Kosten von der Gemeinde getragen werden sollen.

Text: A.D.-Purreiter