23. April 2018

Die Steuerungsgruppe Leitbild 2025 hat getagt

Zweimal im Jahr treffen sich Gemeinderäte und Mitglieder der Leitbildgruppen mit der Verwaltung, um den Stand der Umsetzung bestimmter Maßnahmen festzustellen. Zunächst zeigte Tobias Kull, nun zuständig für das Leitbild, weil die Verwaltung sich von der bisherigen Moderatorin Heike Funk trennte, die Historie des Leitbildes auf. Nach dem Beschluss des Gemeinderates für die Umsetzung des Leitbildes und Gründung einer Steuergruppe, die den Prozess der Umsetzung begleitet, wurde festgelegt, sich auf eine Priorisierung von Maßnahmen zu einigen. Cora Strack berichtete zunächst von Maßnahmen in Bezug auf Leitlinie 7 „Nachhaltigkeit“. Verschiedene Projekte wurden bisher in Angriff genommen: der EEA ( European Energy Award), eine Zertifizierung des Klimaschutzes vor Ort in der Kommune, eine kostenlose Energieberatung für ein Quartier in Reichenbach mit Aktionen wie Solarinstallation oder eines enegieeffizienten Heizpumpenwechsels und die Einrichtung Waldbronns zu einer Fairtrade-Gemeinde, was bedeutet, dass z.B Firmen bestimmte fairtrade-Produkte anbieten oder dass alte Handys eingesammelt werden, um aus ihnen Rohstoffe zu recyceln. Auch ein Mobilitätskonzept gehört dazu, wobei leider festgestellt werden muss, dass die angeschriebenen Firmen nicht das gewünschte Engagement zeigten.

Tobias Kull berichtete anschließend über Leitlinie 1 zum Thema Soziales: Angebote zur Gestaltung und Entwicklung des Lebens in Waldbronn“. Vieles ist schon umgesetzt wie z.B. die Veröffentlichungen von Dienstleistungen auf der Homepage der Gemeinde oder Broschüren wie ein Familien-oder Adressbuch. Außerdem wird der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder zeitnah fortgeschrieben. Aber wie geht es mit unseren Grundschulen weiter? Wird es in naher Zukunft eine Ganztagesgrundschule in Waldbronn geben? Da wartet die Gemeinde auf Signale aus Stuttgart.

Im Laufe der Sitzung gab Bürgermeister Masino bekannt, dass der Umbau der „Ochsenstraße“ von Langensteinbach aus zur Autobahnanschlussstelle erst im Frühjahr 2019 in Angriff genommen wird. Für die Bürger in Waldbronn bedeutet das ein Durchschnaufen, bevor der Ansturm an Autoverkehr sich durch Reichenbach und Busenbach quält. Eine andere Umleitungsstrecke verläuft über Mutschelbach. Man rechnet mit 16 bis 17 Tsd Fahrbewegungen, die umgeleitet werden müssen. Ein neuralgischer Punkt ist die Kreuzung am ehemaligen Infopoint. Jetzt schon ist es zur rush-hour schwierig aus der Stuttgarter Straße in die Ettlinger Straße Richtung Busenbach einzubiegen. Ein Kreisel wurde vom Regierungspräsidium abgelehnt, weil die Kreuzung kein Unfallschwerpunkt darstellt. Mit einer mobilen Signalanlage will man dem Verkehr aber erst bei Umbaubeginn Herr werden. Eine weitere mobile Signalanlage ist an der Kreuzung Stuttgarter Straße/Pforzheimer Straße geplant. Die Fraktion der Freien Wähler wünscht sich von den verantwortlichen Behörden eine wohl überlegte und gut durchdachte Kanalisierung des massiven Verkehrsaufkommens während der Umbauphase.