2. Dezember 2020

Feuerwehrhaus und Steuererhöhung

Feuerwehrhaus und Steuererhöhung

Aufstellen eines Kriterienkatalogs über den Standort für ein gemeinsames Feuerwehrhaus

Die Planungen für das Waldbronner Feuerwehrhaus werden detaillierter. In der letzten Sitzung des Gemeinderates stellten die beiden beauftragten  Büros „elemente5“ und „Archis-Architekten“einen Kriterienkatalog vor, wie die vier noch verbliebenen Standorte in Bezug auf Grundstück und städtebauliche Konzeption bewertet werden sollten. Diese Standorte sind im Vorfeld in die engeren Auswahl durch einen Punktekatalog gekommen: Am Freibad, an der oberen Talstraße, an der Stuttgarter Straße/Fleckenhöhe und an der Zwerstraße. Nun sollen sich die Fraktionen im Gemeinderat Gedanken machen, wie sie die einzelnen Kriterien bewerten bzw. ob noch weitere Kriterienpunkte hinzugefügt werden sollen. Dabei unterstützen wir den Vorschlag von Bündnis90/Grüne, dass vor allem der ökologische Faktor in Bezug auf Neuversiegelung von Flächen und Ausgleichsmaßnahmen als ein wichtiger Punkt bei der Suche mit einfließen muss. Aber auch die Höhe der Kosten und die Akzeptanz des Standortes in der Bevölkerung spielen eine wichtige Rolle. So soll bis zu einer Klausurtagung des Gemeinderates im März eine sog. Prioritätenliste von den Büros ausgearbeitet werden, so dass damit dann weitergearbeitet werden kann.

Auch Waldbronn muss seine Gebühren ab 2021 erhöhen

Nicht jeder Bürger ist damit einverstanden, aber dem Gemeinderat bleibt nichts anderes übrig, wenn die Pflichtaufgaben einer Gemeinde nicht auf der Strecke bleiben sollen: die Erhöhung von Steuern und Gebühren. So werden zum einen die Grundsteuer A und B um jeweils 50 Punkte auf 470 Punkte und zum anderen die Gewerbesteuer um 20 Punkte auf 420 Punkte erhöht. Für die Gemeinde fließen so 450Tsd Euro mehr in das Haushaltssäckel.  Auch die Hundesteuer wurde  auf 108 Euro (9 Euro pro Monat) bzw. für den Zweithund auf 216 Euro (18 Euro pro Monat) festgesetzt. Das sind 12 Euro mehr für den Ersthund, also genau einen Euro pro Monat wird die Steuer teurer als noch in 2020. Größere Auswirkungen hat die Erhöhung der Friedhofsgebühren für die Gemeinde( Mehreinnahmen von 160 Tsd. Euro), denn nun soll endlich wenigstens ein 80 % Deckungsgrad erreicht werden. Dieser lag bisher bei 60% und die Gemeinde musste 40% der Kosten drauflegen. Leider bedeutet das auch, dass in Zukunft ca. 2000 Euro mehr für eine Bestattung in einem Erdwahlgrab oder Urnengrab auf einem Waldbronner Friedhof bezahlt werden muss.