8. November 2021

Wie sieht der Haushalt 2022 aus?

Wie sieht der Haushalt 2022 aus?


Am letzten Samstag traf sich der Gemeinderat, um über die finanziellen Eckdaten des Haushaltes 2022 vom Kämmerer informiert zu werden und über die von der Verwaltung angemeldeten Investitionen zu beraten. Schon im Vorwort des Haushaltsplanentwurfes war zu lesen, dass von Seiten der Verwaltung die Aufgabe bestände, Einsparmöglichkeiten auszuschöpfen und nur die notwendigsten Mittel anzumelden. So kam es, dass bestimmte kleinere Investitionen in kommunale Gebäude zunächst mit einem Sperrvermerk versehen wurden. Allein die Personalaufwendungen erhöhen sich um 470 Tsd. Euro, aber auch die Zuschüsse an die unterschiedlichen Kindergartenträger machen 600 Tsd. Euro mehr aus. Das Plus, das durch die Veräußerung der Grundstücke aus Rück II erzielt wurde, verschafft der Gemeinde etwas Luft und erhöht die Liquidität.

Dennoch wurde der Gemeinderat erneut aufgefordert, in der Haushaltsstrukturkommission, die im Januar tagen wird, sich zu überlegen, wo er noch Einsparmöglichkeiten sieht. Deutlich erklärte Kämmerer Philippe Thomann, dass die Gemeinde ein Ausgabenproblem hat, ein Umstand, den unsere Fraktion schon seit Jahren immer wieder betont. Brandschutz ist eine wichtige Pflichtaufgabe der Gemeinde und trotz des Ziels, in einigen Jahren ein gemeinsames Feuerwehrhaus zu haben, müssen in den nächsten Jahren notwendige Fahrzeuge und Equipment angeschafft werden. Wichtige Investitionen wie der Schutz der Häuser bei Starkregen, z. B. die Straße Am Turnplatz, müssen in Angriff genommen werden. Investitionen in die Zukunft zu verschieben, ist der falsche Weg, das wurde immer wieder betont. Deshalb muss es zu einer Priorisierung der Maßnahmen kommen.

Leider ist die finanzielle Prognose für 2022 nicht rosig, am Ende des Jahres 2022 wird ein negatives ordentliches Ergebnis im Ergebnishaushalt erwirtschaftet werden, was in der ehemals gängigen Kameralistik bedeutet, dass aus dem Vermögenshaushalt dem Verwaltungshaushalt Geld zugeführt werden muss oder anders ausgedrückt: „Die Gemeinde lebt von der Substanz, weil sie das nötige Geld nicht erwirtschaften kann.“

(Text: A.D.-Purreiter)