4. November 2020

Kirchplatz und Flächennutzungsplan 2030

Kirchplatz und Flächennutzungsplan 2030

Wie geht es mit dem Kirchplatz in Waldbronn-Busenbach weiter?

Schon in der Sitzung des Gemeinderates im Jahre 2017 ging es um die Aufwertung des Bereiches um die Busenbacher Kirche. Damals wurde ein Stadtplanungsbüro beauftragt, um für diesen Bereich, vor allem in Bezug auf den „Kirchplatz“, Lösungen  zu finden, um dieses Gebiet aufzuwerten. Das Haus Kirchplatz 2 wurde wegen Baufälligkeit abgerissen und es entstand ein freier Platz, der als Parkplatz für die Kirchenbesucher ertüchtigt werden sollte. Ein Plan war auch schon ausgearbeitet, die Maßnahme wurde aber wegen eines Bauvorhabens zurückgestellt. Wegen einer Bauvoranfrage von zwei Mehrgeschosswohnungsgebäuden an der Grünwettersbacher Straße vor wenigen Wochen kam die Angelegenheit wieder in den Gemeinderat. Mehrheitlich entschied man sich für eine Veränderungssperre für ein Quartier, das neben dem Kirchplatz auch einen Teil der Grünwettersbacher Straße und Leopoldstraße einschließt. Die Situation ist tatsächlich schwer zu lösen, denn eine sog. Anliegerstraße, die von der Grünwettersbacher Straße zum Kirchplatz führt und  nicht nur von Anliegern genutzt wird, liegt auf privaten Grundstücken. Zufahrtsrechte müssen zunächst privatrechtlich geklärt werden. Und inwieweit die Gemeinde die Straße übernimmt und Grundstücksteile von den Anliegern bei der gegenwärtigen desolaten Haushaltslage kauft, sollte auch noch diskutiert werden. Fakt ist, eine rechtssichere Planung muss her, denn das Gebiet liegt in der Ortsmitte von Busenbach und sollte ein Aushängeschild sein. Der einseitige, enge, in die Jahre gekommene Gehweg der Grünwettersbacher Straße lädt auch nicht gerade dazu ein, ihn zu begehen, so dass der Fußgänger lieber die Fahrstraße benutzt und sich an den am Straßenrand parkenden Autos vorbei quetscht, wenn ein Fahrzeug passiert.

Fortschreibung des Flächennutzungsplanes 2030

Ein Satz, von Hauptamtsleiter Reinhold Bayer in der letzten Gemeinderatssitzung ausgesprochen, beruhigt: „Der Flächennutzungsplan ist ein Instrument der sog. Raumordnung, er hat keine rechtlich verpflichtende Wirkung“. Erst mit  einem Bebauungsplan, über den der Gemeinderat zu beschließen hat, kann ein Gebiet bebaut werden. Trotzdem haben die Freien Wähler  zusammen mit der Fraktion Bündnis 90/Grüne gegen den Flächennutzungsplan gestimmt. Denn im Rahmen der erneuten beschränkten öffentlichen Auslegung ergaben sich für Waldbronn keine Bedenken, auch nicht für das Gebiet „ Fleckenhöhe“, obwohl von den verschiedenen Naturschutzverbänden die Fläche als „konfliktreich“ bewertet wird.  Denn das  Gebiet ist ein „Quellschutzgebiet“ , beherbergt Fledermäuse und den Steinkauz, hat ein Naturdenkmal und zudem sind die Böden sehr hochwertig.

(Text: A.D.-Purreiter)