26. März 2019

Schließung des Eistreffs?

Schließung des Eistreffs?

Nur wer vollständig informiert ist, kann sich sein eigenes Bild von komplexen Sachverhalten machen. Dies betrifft derzeit das stark in der Öffentlichkeit diskutierte Thema Eistreff nebst den Verlautbarungen gegenüber Presse, in sozialen Medien, in Leserbriefen und auf Webseiten.
Da ist einerseits von 400.000 EUR Abschreibung die Rede (Bürgermeister lt.BNN), dann wiederum in der gleichen Ausgabe der BNN ab 2020 nur noch von 210.000 EUR.
Und während der Kämmerer von einem zahlungswirksamen Defizit von 100.000 EUR ausgeht, wird von der Fraktion SPD/Bürgerliste der Zuschuss 2018 mit 12.500 EUR (wo kommen die Zahlen her?) dargestellt. Dann wieder geht diese Fraktion davon aus, dass 2017 kein definitiver Schließungsbeschluss erfolgte, während Bürgermeister Masino in den BNN äußerte, dass aufgrund des Ratsbeschlusses man bei der Sponsoren- und Investorensuche als Gemeinde im letzten Jahr die Füße relativ still gehalten habe. Sprich: Bürgermeister Masino ging von der Schließung aus, die SPD/Bürgerliste offensichtlich nicht. Hier muss Klarheit geschaffen werden!

Die Freien Wähler sind deshalb der Meinung, dass
- die Waldbronner Bürgerinnen und Bürger vollumfänglich über die Fakten zum Eistreff informiert werden müssen und auch die Kurverwaltungsgesellschaft transparent informiert (Entwicklung Eistreff 2014-2018, Besucherzahlen, detaillierte GuV/Profitcenter-Darstellung etc. für Eistreff)
- die Verwaltung und Kurverwaltung u.U. Modelle erarbeitet, die einen Weiterbetrieb des Eistreff ermöglichen.

Die Freien Wähler werden jeglichen Weiterbetrieb, der sich mit den kurz-, mittel- und langfristigen Gemeindefinanzen "verträgt", fördern. Dies setzt jedoch voraus, dass sowohl die Gemeindeverwaltung in persona des Bürgermeisters, als auch die Kurverwaltungsgesellschaft in persona des Geschäftsführers Masino "die Füße nicht mehr stillhält".
Die Freien Wähler fordern deshalb, dass Gemeindeverwaltung und Kurverwaltungsgesellschaft sämtliche "Modelle Eistreff"  transparent und mit allen Konsequenzen - auch bezogen auf das NKHR (Neues Kommunales Haushaltsrecht und Rechnungswesen) - kurzfristig darstellt.

Hierbei müssen u.a. folgende Modelle berücksichtigt werden:
- Weiterbetrieb, (z.B. durch Trägerverein) und mit Sponsoren unter Optimierung der Erlöse und Kosten
- Verkauf der Fläche mit Gebäude und "lease back" (Anmietung) für z.B. 5 oder 10 Jahre
- Gutachten über den technischen Zustand des Gebäudes und der verbauten Technik
- Andere Nutzung, z.B. als Kletterhalle,
- Verifizierung des Verkehrswerts von 2 Mio. EUR (10.000 qm zu 200 Euro laut Vorlage GR-Sitzung vom 25.10.2017)
- Abriss des Gebäudes und Verkauf der Fläche

Realistischerweise ist auch einzubeziehen, dass etliche Millionen an Kosten im Zusammenhang mit der Klage ZVK-KVBW auf Waldbronn zukommen werden und die Handlungsfähigkeit der Gemeinde dennoch zu gewährleisten ist. Ziel muss es sein, bis zum Beginn der nächsten Saison im Eistreff klare Verhältnisse zu schaffen.


Text: Kurt Bechtel Fraktionsvorsitzender / Jürgen Volpp Freie Wähler GR - Kandidat

Besuchen Sie unsere Internetseite unter: www.fwv-waldbronn.de

Weitere interessante Stellungnahmen finden Sie auf der Internetseite unseres Mitgliedes Jürgen Volpp unter: www.zukunft-waldbronn.de