22. März 2018

Waldrandprobleme

K(ein) Radwegekonzept für die Straße von Reichenbach nach Etzenrot
Die Verkehrsbehörde lehnte den Vorschlag der Radwegegruppe ab, für 25 Tsd Euro einen Radweg mit Aufstellfläche für Fahrradfahrer zur sicheren Querung der Etzenroter Straße zu errichten. Es würde die Aufstellfläche der unteren Parkplatzzufahrt zum Kurpark ausreichen, ist die Meinung. Außerdem sollte die bestehende Beschilderung für die Fahrradfahrer aufgehoben werden, so dass diese auch die Straße nutzen können. Unsere Fraktion sieht die Angelegenheit ähnlich, wobei wir – leider verkehrsrechtlich nicht möglich – die Kennzeichnung eines Fahrradweges auf der Straße für relevant halten würden.

Aus dem Umweltbeirat

Verschattung durch Bäume bei waldnaher Bebauung
Einige Anwohner der Straßen „Eichhörnchenweg“ und „Im Reh“ wandten sich mit einem Brief an Verwaltung und Gemeinderäte, dass es durch die hohen Bäume zu einer starken Verschattung der Häuser kommen würde, so dass eine Fotovoltaik- oder Solarthermieanlage kaum Ertrag bringen würde. Außerdem besteht die Befürchtung, dass einige der Bäume nicht mehr standfest sind. Schon in einer der letzten Gemeinderatssitzung stellten die Forstbeamten fest, dass von den Bäumen keine Gefahr ausgehe. Normalerweise muss der Abstand zwischen Wohnbebauung und Waldrand 30 Meter betragen. Ist dem nicht so, verpflichten sich die Käufer eines waldnahen Grundstückes durch Unterschrift, keine Ansprüche an die Gemeinde zu stellen. In Waldbronn gibt es eine 7 bis 9 Kilometer lange Waldrandbebauung. Im Laufe der Jahre sind aus ehemals kleinen Bäumen stattliche Laub- bzw Nadelbäume gewachsen, das Unterholz hat sich verdichtet. Unsere Fraktion hat sich gegen eine generelle Rodung von Bäumen ausgesprochen. Wir können uns aber eine Lichtung des Waldes im Rahmen von Pflegemaßnahmen durch den Forst vorstellen. Bürgermeister Masino schlug vor, dass im Rahmen der nächsten Waldbegehung des Gemeinderates im Juli die Straßen am Waldrand besucht werden und die betroffenen Bürger ihr Problem den Gemeinderäten und den Forstbeamten direkt schildern können.

Ablagerung von Kompost und Holz am Waldrand
Schon vor zwei Jahren wurden die Gemeinderäte durch die Forstbeamten auf die illegale Ablagerung von Kompost durch Anwohner am Waldrand aufmerksam gemacht. Gras-, Laub- und Holzschnitt werden nicht zum Grüngutplatz gebracht, sondern einfach am Waldrand entsorgt. Die übliche Meinung: Organischer Abfall ist im Wald kein Abfall. Aber durch Samen werden Pflanzen verbreitet, die im Wald nichts zu suchen haben; dabei geht es besonders um den Kirschlorbeer, der sich rasant verbreitet. Außerdem wird der Wald als Ablageplatz für Kaminholz missbraucht und das auf mehrere Jahre. Wir würden uns wünschen, dass alle Bürger ihr Holz zuhause auf ihrem Grundstück lagern.