Category: Aus dem Vereinsleben

Ausflug zum Kurpfalzpark Wachenheim

Auch in diesem Jahr unterstützten die Freien Wähler den Ferienspaß der Gemeinde Waldbronn mit einer eigenen Aktivität. 19 Jungen und Mädchen im Alter von 8 bis 12 Jahren nahmen das Angebot wahr und fuhren mit zwei Kleinbussen, die die Gemeinde zur Verfügung stellte, in den etwa 70 Kilometer entfernten Kurpfalzpark in der Nähe von Neustadt/Weinstraße.

Nach einer Rundfahrt mit dem Kurpfalz-Express durch den Park wussten die Kids, was für sie am interessantesten sein könnte: Eine Fahrt auf der Sommerrodelbahn oder auf der Bobbahn, Rutschen in Säcken auf verschieden steilen Strecken der superlangen Rutschbahn, Klettern auf der Pirateninsel, Tretboot fahren auf dem See in einem schwimmenden Schwan oder nur auf einem der Spielplätze spielen. Für jeden war etwas dabei.

Zunächst besuchte die Gruppe die Greifvogelschau. Ein Kind durfte den Falknerhandschuh anziehen, einen Mäusebussard locken und füttern. Ein Mädchen war so mutig, sich auf seine Mütze Futter legen zu lassen, so dass die beiden roten Milane sich die „chicken McNuggets“ direkt von der Mütze holen konnten. Diese Raubvögel zeichnen sich durch spitze Krallen aus, mit denen sie ohne Problem ein Beutetier während des Fluges greifen und töten können. Ganz genau erklärte der Falkner den interessierten Zuhörern Wissenswertes rund um die Raubvögel; dabei stellte er auch zwei kanadische Eulen und einen Gänsegeier vor, der so viel frisst, dass er hinterher nicht mehr fliegen kann. Einen junger Weißkopfadler mit seiner Flügelspannweite von über zwei Meter bestaunten wir. Ein tolles Erlebnis war für die Kinder am Ende der Show die Möglichkeit, den ledernen, ein kg schweren und 300 € teuren Falknerhandschuh anzuziehen.

Den Hunger der kleinen Gäste um die Mittagszeit stillte das gemeinsame Essen der gegrillten Würstchen. Aber danach nahmen die Kinder sofort wieder die verschiedenen Attraktionen in Beschlag. Der warme, sonnige Erlebnistag hat allen in der Gruppe sichtlich Spaß gemacht, auch wenn die Kids manchmal anstehen mussten, bis sie bei einem Fahrgeschäft an der Reihe waren. Der eine oder andere wird sich gerne an „Wutzel“, das sprechende Wildschwein-Maskottchen des Parks, erinnern, das am Anfang die Besucher begrüßt und am Ende sich von ihnen verabschiedet.

Ein herzliches Dankeschön unseren beiden unermüdlichen Fahrern Willibald Masino und Dieter Rädle, die unser Team tatkräftig unterstützten.

Jahresversammlung der Freien Wähler Baden-Württemberg

Bericht über die 61. Jahreshauptversammlung der Freien Wähler

Zwei interessante Themen erwarteten die Waldbronner Delegierten in diesem Jahr: Wie kann die Integration von Flüchtlingen gelingen? Wie kann man erreichen, dass mehr Jugendliche sich für Politik, besonders Kommunalpolitik interessieren? Heinz Buschkowsky, ehemals Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, berichtete als Gastredner über die Bedeutung der Integration von Flüchtlingen und die besondere Schwierigkeit vor allem in Großstädten. Denn dort haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte so genannte Parallelgesellschaften entwickelt, die kaum mehr zu zerschlagen sind. Einfacher ist die Integration von Immigranten auf dem Land, wo es viele ehrenamtliche Helfer und auch Netzwerke gibt. Sehr wichtig ist der gerade verabschiedete Pakt für Integration von Landesregierung und Kommunen in Baden-Württemberg. Aber Flüchtlinge müssen auch bereit sein, sich bei uns zu integrieren. Wichtig vor allem für die Zukunft der Kinder ist es, die deutsche Sprache zu erlernen. Deshalb sollten Flüchtlingskinder unbedingt einen Kindergarten besuchen. Er schloss nicht aus, dass in den nächsten Jahren noch mehr Flüchtlingswellen zu befürchten sind, weil vor allem in Nordafrika viele Menschen „auf gepackten Koffern säßen“ und nur auf eine Gelegenheit warteten, nach Europa zu kommen.

Jugendliche aus Elzach stellten im 2. Teil der Veranstaltung Projekte vor, die sie angestoßen haben. Dabei ging es einmal um einen „Politischen Tag“, an dem Schüler aus den 8. Klassen aller weiterführenden Schulen in Elzach das Rathaus und eine Sitzung des Gemeinderates mit anschließender Diskussion besuchen konnten. Ein weiteres Projekt ist die Einrichtung einer App. mit dem Titel „Jugend macht mobil im Tal“. Es werden Mitfahrgelegenheiten für Jugendliche angeboten, die in den weiten Tälern des Schwarzwaldes nur schwer die Städte erreichen können. Ausführlich erklärten die beiden jugendlichen Referenten – in der Zwischenzeit Studenten - , welche Schritte sie für die Umsetzung unternommen hatten. Auf Augenhöhe mit Jugendlichen kommunizieren und auf ihre Bedürfnisse eingehen, ist der Schlüssel für mehr Beteiligung.

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