Category: Ausschuss für Umwelt und Technik

Aus dem Ausschuss für Umwelt und Technik

Planungsüberlegungen für Rück II

In der letzten AUT –Sitzung stellte Rechtsamtsleiter Harald Irion verschiedene Möglichkeiten für dieses Gebiet vor.

  1. Ein Seniorenwohnheim mit betreutem Wohnen mit einem verbindlichen Betreuungsträger soll an der Talstraße direkt neben dem jetzt bestehenden Gebäude von Rück I entstehen. Dadurch haben noch „fitte“ Senioren die Möglichkeit, fußläufig ihren Lebensbedarf im nahen Rathausmarkt und Einkaufszentrum zu decken.

  2. Ein als dreigeschossiges Hotel an der Talstraße Ecke Stuttgarter Straße vorgesehenes Gebäude sollte laut Harald Irion mindestens auf 4 Stockwerke erhöht werden, damit es sich wirtschaftlich trägt. Die Höhe dieses Gebäude ist aber ein wichtiger Kritikpunkt für die Freien Wähler. Wir werden abwarten, was ein Investor planen wird.

  3. Eine sechsgruppige Kinderbetreuungseinrichtung soll an der Stuttgarter Straße entstehen. Um das Filetstück besser nutzen zu können, wurde vorgeschlagen, dass ein Investor ein sog. Mehrgenerationenhaus auf dem 2500 Quadratmeter großen Gelände errichten könnte. Eigentlich ein gute Idee; aber das würde bedeuten, dass ein viergeschossiges Gebäude mit einer eingerückten Penthauswohnung entstehen würde. Wir sehen ein Problem in der Höhe des Gebäudes, denn die Stuttgarter Straße liegt an dieser Stelle recht tief und ein hohes Gebäude würde wie ein Hochhaus erscheinen.

  4. An den Panoramaweg angeschlossen ist eine Fuß- und Radwegbrücke angedacht, die über die Stuttgarter Straße führen soll. Doch durch den Höhenversatz auf beiden Straßenseiten wäre der Bau ein schwieriges und teures Projekt. So bleibt die Brücke weiterhin im Bebauungsplan und die Möglichkeit besteht, sie zu einem späteren Zeitpunkt zu bauen.

  5. Die Parkplatzsituation wird neben dem hohen Verkehrsaufkommen in der Talstraße und dem Verkehrs- und Freizeitlärm ein großes Problem werden. Nun schlug Harald Irion vor, Stellplätze auf einem gemeindeeigenen Grundstück zu errichten, wo Anlieger, vor allem die Bewohner der Mehrgeschosshäuser ihre PKW’s abstellen können. Durch die Bausubstanz ist leider nur eine eingeschossige Tiefgarage unter den Gebäuden möglich. Aus dem Rat kam der Vorschlag, auf der gegenüberliegenden Seite in der Nähe der Festhalle ein Parkhaus zu errichten. Das wird nun von der Verwaltung geprüft.

Braucht der Gemeinderat eine Mikrofonanlage für Sitzungen?

Diese Forderung kam von zahlreichen Zuhörern, die die Sitzungen des Gemeinderates besuchen. Tatsächlich sprechen die Ratsmitglieder ihre Redebeiträge in Richtung Bürgermeister und damit nicht in Richtung des Publikums. Aber manche Referenten haben auch eine recht leise Stimme. Aber soll für eine solche Anlage tatsächlich über 20 Tsd. Euro ausgegeben werden? Unser Vorschlag: Jeder Redner, ob Referent oder Ratsmitglied, sollte ermahnt werden, laut und deutlich zu sprechen und sich auch ab und zu in Richtung der Zuhörer wenden. Dann könnten die Kosten gespart werden.

Aus dem Umweltbeirat

Ein ökologisch sinnvolles Nahwärmekonzept für Rück II?

Die ENBW stellte in der jüngsten Sitzung dieses Ausschusses ein Nahwärmekonzept für das Baugebiet Rück II vor. Schon mit der vorhandenen Energiezentrale bei Agilent können die geplanten Mehrgeschosshäuser an der Talstraße kostengünstig und umweltschonend bei geringem Emissionsausstoß beheizt werden. Fotovoltaikanlagen auf den Dächern erzeugen außerdem noch günstigen Strom. Aber mit einem neuen kleinen BHKW im Rück, verbunden mit der bestehenden Energiezentrale, könnten auch die Einfamilienhäuser kostengünstig mit Wärme und Strom versorgt werden. Was wären die Vorteile? Strom könnte um 10 % günstiger bezogen werden, es gibt keine Wartung für die Heizungsanlage und die Bezieher bekämen eine vereinfachte Heizkostenabrechnung. Die Ökobilanz könnte sich sehen lassen!

Was soll mit den Birken geschehen?

Nicht jeder Bürger mag Birken, vor allem die Menschen haben ein gespaltenes Verhältnis zu dieser Baumart, die sich mit Allergien wegen Birkenpollen herumärgern müssen. Aber deswegen alle Birken auf Gemeindegebiet entfernen? Vor allem die vier Birken vor der Carl-Walther-Schule sind einigen Bürgern ein Dorn im Auge, stehen sie doch mitten in Reichenbach. Vor Jahren wurden sie unsachgemäß gekürzt, so dass sich in der Zwischenzeit in zwei Bäumen ein Pilz einnisten konnte. Gepflanzt wurden diese Birken in den 60er und 70er Jahren, ihre Lebenserwartung liegt innerorts bei maximal 60 bis 70 Jahren. Birken sind Flachwurzler und mögen keine trockenen und heißen Sommer. Da absehbar ist, dass ihre Lebenszeit bald zu Ende geht, sprach sich das Gremium für den Erhalt und die ordnungsgemäße Pflege der Bäume aus. Der Brandschutz muss natürlich eingehalten werden. An der Talstraße sollen diejenigen Exemplare herausgenommen werden, die zu eng oder in zweiter Reihe stehen.

Soll es in Waldbronn eine Leinenpflicht für Hunde geben?

Zu diesem Thema gingen die Meinungen im Gremium auseinander. Während der Diskussion fielen Worte wie ‘nicht artgerecht, wenn ein Hund an der Leine geführt werden muss’ oder ‘der Hundehalter ist dran schuld, wenn er seinen Hund nicht richtig erzieht und dieser aggressiv ist’. Ein Bürger gab an, dass sein Hund schon von anderen nicht angeleinten Hunden angefallen und gebissen wurde. Auch dass Hundehalter ihren Liebling trotz Leinenpflicht auf extra gekennzeichneten Wegen nicht anleinen würden, ist bekannt. Tatsache ist, dass in Waldbronn 410 Hunde gemeldet sind, darunter auch welche, die als gefährlich eingestuft sind. Immer mehr Menschen leben auf der verhältnismäßig kleinen Waldbronner Gemarkung, Jäger berichten von ausgebüxten Hunden, die Rehe und Kleintiere im Wald jagen oder diese auf die Straße treiben, wo sie angefahren werden. Am Ende sprach man sich gegen eine generelle Leinenpflicht aus und gab die Verantwortung an die Hundehalter ab.

Erweiterung des Pflegeheims in Rück

Nach der Sommerpause begann die Arbeit im Gemeinderat mit einer Sitzung des AUT. Zwei Bauanträge und eine Bauanfrage wurden besprochen. Ohne Probleme konnte einem Bauantrag in Reichenbach und einer Bauvoranfrage in Busenbach zugestimmt werden. Mehr Diskussionsbedarf hatte der Bauantrag zur Erweiterung des bestehenden Pflegeheims im Rück. Um zwei Pflegegruppen soll diese Einrichtung vergrößert werden mit Hilfe eines zweigeschossigen Anbaus. Die vorhandene Fläche ist begrenzt, so dass es Schwierigkeiten gibt, weitere Stellplätze zu erstellen. In der Tiefgarage befinden sich 10 Stellplätze, die nach der Landesbauordnung für solche Einrichtungen auch bei einer Vergrößerung ausreichend wären. Aber jetzt schon ist es schwierig für Besucher des Pflegeheimes, Parkplätze zu finden. Die Verwaltung und der Betreiber sollten dringend diese Problematik in ihre Überlegungen einbeziehen. Außerdem stellte Rechtsamtsleiter Harald Irion die Untersuchungsergebnisse über Freizeitlärm, Sportanlagenlärm und Verkehrslärm für das Baugebiet „Rück II“ dem Gremium vor. Vor allem die Mehrgeschosshäuser an der Talstraße sind davon betroffen, befinden sich doch in ihrer Nähe das Fußballstadion, die Festhalle und ein großes Einkaufszentrum. Die Bauträger dieser Gebäude werden darauf hingewiesen, dass Schlaf- und Wohnbereiche in den rückwärtigen und ruhigeren Teil geplant werden.

Die vom letzten Hochwasser geplagten Bürgerinnen und Bürger in Busenbach können aufatmen: Es geht vorwärts! Jürgen Hemberger vom Baurechtsamt stellte dem Ausschuss mögliche Rückhaltungen von Regenwasser vor. Dabei geht um ein Rückhaltebecken entweder zu Beginn des Brahmsweges, wobei die Gemeinde Wiesengrundstücke kaufen müsste, oder an der neuen Turnhalle auf gemeindeeigenem Grundstück. Das Ingenieurbüro Müller soll nun die Kosten für die beiden Maßnahmen berechnen. Zeitnah soll das unzureichende Gefälle der Abwasserleitung an der Kreuzung „Hinterm Zaun/ Turnplatz“ behoben werden. Nun soll für Reichenbach weiter geplant werden.

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