Category: Ausschuss für Umwelt und Technik

Waldrandprobleme

K(ein) Radwegekonzept für die Straße von Reichenbach nach Etzenrot

Die Verkehrsbehörde lehnte den Vorschlag der Radwegegruppe ab, für 25 Tsd Euro einen Radweg mit Aufstellfläche für Fahrradfahrer zur sicheren Querung der Etzenroter Straße zu errichten. Es würde die Aufstellfläche der unteren Parkplatzzufahrt zum Kurpark ausreichen, ist die Meinung. Außerdem sollte die bestehende Beschilderung für die Fahrradfahrer aufgehoben werden, so dass diese auch die Straße nutzen können. Unsere Fraktion sieht die Angelegenheit ähnlich, wobei wir – leider verkehrsrechtlich nicht möglich – die Kennzeichnung eines Fahrradweges auf der Straße für relevant halten würden.

Aus dem Umweltbeirat

Verschattung durch Bäume bei waldnaher Bebauung

Einige Anwohner der Straßen „Eichhörnchenweg“ und „Im Reh“ wandten sich mit einem Brief an Verwaltung und Gemeinderäte, dass es durch die hohen Bäume zu einer starken Verschattung der Häuser kommen würde, so dass eine Fotovoltaik- oder Solarthermieanlage kaum Ertrag bringen würde. Außerdem besteht die Befürchtung, dass einige der Bäume nicht mehr standfest sind. Schon in einer der letzten Gemeinderatssitzung stellten die Forstbeamten fest, dass von den Bäumen keine Gefahr ausgehe. Normalerweise muss der Abstand zwischen Wohnbebauung und Waldrand 30 Meter betragen. Ist dem nicht so, verpflichten sich die Käufer eines waldnahen Grundstückes durch Unterschrift, keine Ansprüche an die Gemeinde zu stellen. In Waldbronn gibt es eine 7 bis 9 Kilometer lange Waldrandbebauung. Im Laufe der Jahre sind aus ehemals kleinen Bäumen stattliche Laub- bzw Nadelbäume gewachsen, das Unterholz hat sich verdichtet. Unsere Fraktion hat sich gegen eine generelle Rodung von Bäumen ausgesprochen. Wir können uns aber eine Lichtung des Waldes im Rahmen von Pflegemaßnahmen durch den Forst vorstellen. Bürgermeister Masino schlug vor, dass im Rahmen der nächsten Waldbegehung des Gemeinderates im Juli die Straßen am Waldrand besucht werden und die betroffenen Bürger ihr Problem den Gemeinderäten und den Forstbeamten direkt schildern können.

Ablagerung von Kompost und Holz am Waldrand

Schon vor zwei Jahren wurden die Gemeinderäte durch die Forstbeamten auf die illegale Ablagerung von Kompost durch Anwohner am Waldrand aufmerksam gemacht. Gras-, Laub- und Holzschnitt werden nicht zum Grüngutplatz gebracht, sondern einfach am Waldrand entsorgt. Die übliche Meinung: Organischer Abfall ist im Wald kein Abfall. Aber durch Samen werden Pflanzen verbreitet, die im Wald nichts zu suchen haben; dabei geht es besonders um den Kirschlorbeer, der sich rasant verbreitet. Außerdem wird der Wald als Ablageplatz für Kaminholz missbraucht und das auf mehrere Jahre. Wir würden uns wünschen, dass alle Bürger ihr Holz zuhause auf ihrem Grundstück lagern.

Ortsausgang Reichenbach und Bebauungsplan für Rück II

Fußgängersignalanlage am Ortsausgang von Reichenbach

Eine Mehrheit für einen Kreisel an der Pforzheimer Straße /Ecke Merkurstraße konnte unsere Fraktion im Rat leider nicht bekommen, aber ein kleiner Schritt in die richtige Richtung stellt die Fußgängerampel dar, die an der jetzigen Straßenquerung für Fußgänger errichtet werden soll. Auf beiden Seiten werden zudem die Gehwege als Querungshilfe verbreitert und abgesenkt. Sowohl für die Fußgänger als auch für die Fahrradfahrer bedeutet dieser Umbau eine sichere und behindertengerechte Überquerung. Vielleicht haben die Anlieger des Gebietes Neubrunnenschlag dadurch auch eine bessere Chance, mit ihrem Auto gefahrlos in die Pforzheimer Straße einzubiegen. Diese Maßnahme anstelle eines Kreisels hatte uns schon die Verkehrsbehörde des Landratsamtes bei einer Begehung zugesagt, das Land übernimmt die Kosten. Die Gehwegabsenkung und die Verbreiterung der Gehwege auf beiden Seiten, auf der südlichen Seite bis in die Merkurstraße hinein, sind Kosten, die die Gemeinde übernehmen muss. Wir wünschen uns, dass der Umbau zeitnah geschieht.

Empfehlung der Billigung des Bebauungsplans „Rück 2“

Bei diesem Thema sollten die Mitglieder des Ausschusses beraten, ob sie die Billigung des Bebauungsplanes dem Gemeinderat empfehlen können. Nachdem bisher schon über allgemeine Dinge zum Plan im Rat diskutiert wurde, geht die Planung nun immer mehr ins Detail: Mit 14 Meter wird die Attikahöhe der Mehrfamilienhäuser festgelegt, die des Hotels darf noch 2,50 Meter höher werden. Außerdem soll die Talstraße verengt werden, teilweise durch Verbreiterung des nördlichen Gehweges. Zusätzlich gibt es noch zwei Querungshilfen für Fußgänger. Der Wunsch der Planer: die Talstraße wird in Zukunft zur Flaniermeile. Wir hatten schon öfters angemahnt, dass der Verkehr auf der Talstraße durch das Neubaugebiet und durch das „neue, große“ Einkaufszentrum massiv zunehmen wird. Mit diesen Maßnahmen der Verkehrsberuhigung kann man den Verkehr tatsächlich reduzieren, denn diese Stopp- und Go-Variante schreckt viele Autofahrer davon ab, diese Straße nach dem Umbau noch zu nutzen. Also kann man davon ausgehen, dass mehr Autobewegungen auf den Parallelstraßen zu verzeichnen sein werden, nämlich auf der Ettlinger Straße und der Ostendstraße. Die Mehrheit der Ausschussmitglieder folgte dem Vorschlag der Verwaltung. Unsere Fraktion enthielt sich der Stimme.

Waldkindergarten, Josef-Löffler- und Carl-Benz-Straße

Absetzen des Tagesordnungspunktes „Waldkindergarten“

Kindergartenplätze werden dringend in Waldbronn benötigt. Da ist der Gedanke nicht von der Hand zu weisen, mit geringer Investition von Seiten der Gemeinde einen „Wald- oder Naturkindergarten“ in der Nähe der Kleintierzuchtsanlage in Reichenbach einzurichten. Man braucht nur einen größeren Bauwagen für eine Kindergartengruppe und einen Betreiber für diese Einrichtung. Dieser ist auch schnell gefunden. Das ganze hat nur einen Haken: Warum sollen zunächst die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik darüber diskutieren? Weshalb wird darüber nicht erst der Sozialausschuss informiert, um dann das Für und Wider dieser Kinderbetreuungsform zu beraten? Die Freien Wähler hatten im Vorfeld angeregt, den Punkt von der Tagesordnung zu nehmen. Denn viele Aspekte sollten dazu betrachtet werden. Finden sich überhaupt genügend Eltern, die ihr Kind über drei Jahre bei Wind und Wetter in einen Waldkindergarten schicken? Auch kann man nicht von der generellen Gruppengröße von 25 Kindern ausgehen. In Langensteinbach gibt es einen Bauernkindergarten, der von einem Verein betrieben wird, mit einer Gruppenstärke von 12 Kindern. Zudem steht hinter dieser Form der Naturerziehung ein spezielles Konzept, das Erzieherinnen in einer Fortbildung kennen gelernt haben müssen. Die Mehrheit sprach sich für die Absetzung dieses Tagesordnungspunktes aus.

Vorstellung der Planung für die Neugestaltung der Josef-Löffler-Straße

Mit einem lachenden und vielleicht auch mit einem weinenden Auge werden die Anwohner den Ausführungen von Jan Müller gefolgt sein. Gefreut werden sie sich haben, dass das Projekt nun zeitnah realisiert wird, Bedenken werden kommen, weil sich nun für einige Zeit vor ihrem Haus eine Baustelle befindet und sie sich für ihre Autos eine andere Parkmöglichkeit suchen müssen . Auch danach wird es mit dem Parken auf der Straße schwierig werden, weil die Straßenbreite sich nicht ändert. Die Straße als Spielstraße auszuweisen, ist von den Anwohnern nicht gewünscht. Auf Halteverbotsschilder will BM Masino verzichten, denn die Anwohner würden „das selbst regeln“. Man darf gespannt darauf sein.

Ablehnung des Bauantrages für ein Mehrfamilienhaus in der Carl-Benz-Straße in Busenbach

Alle Ausschussmitglieder lehnten geschlossen die Befreiung vom Bebauungsplan ab. Dabei ging es zum einen um die Erhöhung der GFZ von über 26%, aber auch um fehlende Stellplätze. Der Bebauungsplan stammt aus dem Jahre 1965.Schon frühzeitig kam es zu Befreiungen vom Bebauungsplan. Fortgeschrieben wurde dieser Plan auch nicht und so wurde 2006 die letzte Baugenehmigung mit Befreiung erteilt. Fünf Wohnungen sollen in dem Haus Platz finden mit fünf Stellplätzen, ein sechster ist gefangen. Wenn man davon ausgeht, dass die Straße jetzt schon zugeparkt ist, dass durch die Bebauung Stellflächen an der Straße wegfallen, aber dafür wahrscheinlich noch Kraftfahrzeuge hinzukommen, sollte die Kommune darauf einwirken, dass der Bauherr genügend Stellplätze auf seinem Grundstück ausweist. Eine Tiefgarage ist anscheinend nicht möglich, also muss oberirdisch Platz gesucht werden. Die Verwaltung wird mit dem Bauherrn ein Gespräch führen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden.

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