Category: Ausschuss für Umwelt und Technik

Über Glascontainer und E-Mobilität

Standorte für Glascontainer werden reduziert

Übervolle Glascontainer auf der einen Seite und fast leere Container auf der anderen Seite: Das ist der Grund, weshalb in der letzten AUT-Sitzung Lösungen gefunden werden mussten, um dieses Problem anzugehen. Schon in einer Sitzung des Umweltbeirates wurde darüber diskutiert, von der Verwaltung vorgeschlagene Standorte zu schließen und andere zu vergrößern. Einstimmig hat der AUT sich jetzt dafür ausgesprochen, die Glascontainerstandorte in der Bahnhofstraße und bei der Gemeindegärtnerei in Busenbach zu schließen und dafür den Standort an der Talstraße zu vergrößern. In Reichenbach schließt der Standort im Ermlisgrund und dafür wird der Standort bei der Bäckerei Nussbaumer erweitert. Wegen erschwerter Abholung wird der Standort an der Dorfwiese aufgegeben. Der Standort Gartenstraße wird geschlossen und dafür an der Rulandstraße bei den Parkplätzen ein neuer Platz geschaffen. Interessant ist, dass es keinen regelmäßigen Abholungsturnus für das Glasgut gibt, sondern dass per Anruf durch das Rathaus die Firma beauftragt wird. Leider müssen Mitarbeiter des Bauhofes regelmäßig die Plätze von Müll, Glasscherben und anderem reinigen.

AUT beschließt die Errichtung von drei Ladesäulen für E-Autos

Schon im Umweltbeirat vorbereitet, entschieden sich die Mitglieder des AUT für die Errichtung von Ladesäulen im Ermlisgrund an der Energiezentrale und am Rathaus. Dafür werden außerplanmäßige Finanzmittel in Höhe von 28 Tsd. Euro eingestellt. Mit dem Bau begonnen soll aber erst werden, wenn das Förderprogramm des Bundes, das die Errichtung mit 40 % der Kosten unterstützt, wieder aufgelegt wurde. Die Freien Wähler unterstützen eine zukunftsfähige E-Mobilität.

Betrieblichem Mobilitätsmanagement „Mobil gewinnt“ zugestimmt

Wenn etwas nichts kostet und einen guten Zweck verfolgt, sollte man sich unbedingt daran beteiligen. Es geht dabei um Reduzierung von Verkehr und Verlagerung von PKW-Verkehr auf Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel sowie um die Gesundheit der Mitarbeiter. Ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt und Naturschutz bietet eine Erstberatung im Wert von 2500 Euro an, wie das Ziel konkret vor Ort umgesetzt werden kann. Mit ins Boot sollen auch die großen ortsansässigen Betriebe in Waldbronn geholt werden.

Erweitertes Betreuungsangebot an der Waldschule in Etzenrot

Immer mehr Grundschulkinder werden in der Waldschule am Vormittag und am Nachmittag bis 16.30 Uhr betreut. So reicht der Platz nicht mehr aus und es soll ein Erweiterungsbau mit wenigstens zwei Horträumen entstehen. 5000 Euro wurden außerplanmäßig vom AUT für die Planung beschlossen, wie diese Erweiterung aussehen könnte. Gerade weil auch viele Flüchtlingskinder aus der GU und AU Neurod die Waldschule besuchen, ist eine Erweiterung des Gebäudes von großer Bedeutung.

Über Natur und Bebauung in der Waldbronner Gemarkung

Wie soll es mit dem Hetzelbach weitergehen ?

Schon in einer AUT-Sitzung im letzten Jahr wurde der katastrophale Zustand des Flussbettes des Hetzelbaches vom Regenwasserrückhaltebecken bis zur Brücke von den Mitgliedern für untragbar gehalten. Nach jedem Hochwasser, besonders nach dem im Juni 2016, wird immer mehr von dem eingebrachten Beton unterspült und das Gestein von den Wassermassen weggespült. Ein Student des KIT stellte in seiner Masterarbeit die Gründe für diese Folgen dieses Mal den Mitgliedern des Umweltbeirates vor und erklärte auch, welche möglichen Lösungen es gibt. Über Kosten für die Verbesserung konnten keine Aussagen gemacht werden. Die muss ein dafür beauftragtes Ingenieurbüro errechnen. Auf die Frage unserer Fraktion, was geschehen würde, wenn die Brücke entfernt und der Flusslauf an dieser Stelle verbreitert werden würde, stellte sich heraus, dass alle anderen Maßnahmen dann unnötig wären. Äußerungen von der Verwaltung wie, die Brücke sei als Fotomotiv vor allem bei Hochzeiten beliebt und sollte bleiben, können wir nicht nachvollziehen. Außerdem könnte man eine Furt an dieser Stelle errichten, d.h. große Steine in das Flussbett einbringen, so dass Wanderer den Lauf trockenen Fußes und sicher überqueren könnten.

Wo oder wie findet man noch Flächen, die als Ausgleichsmaßnahme herhalten können?

So oder ähnliche Fragen wird sich die Verwaltung gestellt haben, als das neue Baugebiet Rück II zur Bebauung anstand. Da die Gemarkung von Waldbronn recht klein ist und die Gemeinde kaum noch eigene Grundstücksflächen besitzt, wird krampfhaft gesucht, wo und wie man noch Eingriffe in die Natur, die durch die Bebauung eines Gebietes entstehen, ausgleichen kann. Da bekommt zunächst der Bauherr Auflagen, z.B. welche heimischen Gehölze er anpflanzen darf, die Art der Regenrückhaltung, Begrünung des Carports usw. Außerdem stellte die Umweltbehörde in ihrem Gutachten fest, dass zwei verschiedene Fledermausarten das Rück II als Flugkorridor und als Futterquelle nutzen. Dafür muss Fläche auf einem der Gewanne jenseits der Stuttgarter Straße gesucht werden, um neue Nist- und Futterplätze für diese Tiere zu finden. In Etzenrot gibt es Wiesenflächen, auf denen noch vereinzelt wilde Orchideenarten wachsen. Hier soll durch Pflegemaßnahmen wieder ein größerer Bestand hergestellt werden. Auch die Käppliswiesen sollen durch Einschlag ökologisch aufgewertet werden. Und die Maßnahme am Hetzelbach könnte man auch noch als Ausgleichsmaßnahme verwenden, wenn diese als ökologisch wertvoll eingestuft werden kann. Aber was passiert, wenn es keine Möglichkeiten für Ausgleichsmaßnahmen mehr gibt in einer Gemeinde? Dann kommen Ersatzzahlungen in Betracht, um an anderer Stelle im Land Maßnahmen als Ausgleich für die Waldbronner Beeinträchtigung der Natur durchführen zu können. Was bedeutet das für unsere Gemeinde? Wir sind in Bezug auf weitere Erschließungen und Bebauungen am „Ende der Fahnenstange“.

Ausgleichsmaßnahmen für ‘Rück II’ und Besichtigung des Friedhofs

Ist eine Friedhofserweiterung in Busenbach unbedingt nötig?

Bei der Ortsbesichtigung der Mitglieder des AUT auf dem Friedhof in Busenbach stellten anwesende Bürger die von der Verwaltung vorgeschlagene Erweiterung des Friedhofs Busenbach in Frage. Es gäbe doch noch genügend Freiflächen für Bestattungen, war zu hören. Das ist zwar richtig, aber Frau Balzuweit vom Friedhofsamt stellte klar, dass die Bodenverhältnisse eine zufrieden stellende Zersetzung bei Erdbestattungen nicht zuließen, um nach beendeter Liegezeit Gräber neu zu belegen. Außerdem war es in der Vergangenheit möglich, sich die Grabflächen auf dem Friedhof auszusuchen. Das Ergebnis ist heute ein sog. Flickenteppich, auf dem Gräber unterschiedlich lange belegt sind. Deshalb können auch großflächig keine besonderen Drainagemaßnahmen durchgeführt werden. Das stellte auch bei der anschließenden Diskussion Klaus Veiel vom beauftragten Planungsbüro fest. Der Boden müsste eigentlich ausgetauscht, das Wasser abgeführt und die Gräber besser belüftet werden. Festzustellen ist aber auch, dass es immer mehr Feuerbestattungen gibt, in Busenbach zu Beginn 2017 fast 85 %. Zwei neue Stelen wurden errichtet, ein guter Anfang. Da eine Friedhofserweiterung nicht nur Natur zerstört, sondern auch einen immensen Kostenfaktor darstellt, sollte versucht werden, neue Wege zu gehen. Wie könnten diese aussehen? Errichten neuer Urnengräber, die vor allem in die Höhe gehen und nicht viel Fläche verbrauchen, die jetzt noch vorhandenen Flächen für Erdbestattungen nutzen, mögliche Bodenverbesserungsmaßnahmen durchführen und die Option anbieten, sich bei einer gewünschten Erdbestattung die Friedhöfe in Reichenbach oder Etzenrot auszusuchen.

Kanalpläne in allen Ortsteilen werden überprüft

Bis Ende des Jahres sollen in allen Ortsteilen die Kanalpläne auf ihre richtige Dimensionierung überprüft werden. Das Ingenieurbüro Jan Müller fing mit der Überprüfung des Etzenroter Kanalnetzes an. Anhand der Berechnungen konnte festgestellt werden, dass kein akuter Handlungsbedarf besteht. Im Juni wird das Kanalnetz in Reichenbach überprüft, nach der Sommerpause das in Busenbach. Bei der Ortsbesichtigung der Straße „Am Turnplatz“ konnten die Mitglieder des AUT sich davon überzeugen, dass die Neigung der Straße ungünstig verläuft. Manche Anwohner hatten beim letzten Hochwasser im Juni 2016 mit Wassermassen zu kämpfen, die aus der Kanalisation in die Häuser ungehindert fließen konnten. Sie wünschen sich eine baldige Lösung.

Ausgleichsmaßnahmen für Rück 2 vorgestellt

Harald Irion stellte verschiedene Ausgleichsmaßnahmen für die Bebauung von „Rück 2“ vor. Da eine große Fläche durch die Bebauung denaturiert wird, müssen Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden. Dazu gehören Umbaumaßnahmen am Hetzelbach, ein Fledermauskorridor und die Aufforstung von Wiesenflächen in der Nähe der Fleckenhöhe, die aber erst gekauft werden müssen. Diese Maßnahmen sollen zunächst dem Umweltbeirat vorgestellt werden, der im Mai zusammentritt. Die Kosten für die Ausgleichsmaßnahmen werden sich auf 200 bis 250 Tsd. Euro belaufen.

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