Hoffung für einen Kreisel und neue Buslinie für Waldbronn

Ein Provisorium für den Kreisel in der Pforzheimer Straße rückt in greifbare Nähe

Bei der letzten GR Sitzung wurde unser Antrag (Freie Wähler und CDU) auf die Wiederaufnahme der Gespräche für einen Verkehrskreisel Pforzheimer Str. / Merkurstr. behandelt. Denn:

  • uns ist die Verkehrssicherheit am Ortseingang von Reichenbach sehr wichtig,

  • die Kfz-Geschwindigkeit an dieser für Fußgänger gefährlichen Stelle soll reduziert werden,

  • wir wollen diesen markanten Kreuzungsbereich verkehrstechnisch beruhigen.

Wir müssen das Thema jetzt angehen und werden uns auch für ein Provisorium einsetzen. Die Kosten dafür betragen ca. 15 Tsd. EUR. Diesen Betrag kann unsere Gemeinde stemmen, auch wenn uns ein Zuschuss vom Land verwehrt werden sollte, weil die Dringlichkeit nicht eingesehen wird. Zusammen mit der CDU-Fraktion haben wir damit einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Gemeinderat stimmt Probelauf von neuer Buslinie zu

Mit einem Probelauf von einem Jahr soll das Buslinienkonzept zwischen Waldbronn, Karlsbad und den Karlsruher Höhenstadtteilen Palmbach und Grünwettersbach ab Juni 2017 optimiert werden. Die neue Anbindung ist eine Aufwertung und ein Fortschritt für Waldbronn, so die Meinung unserer Fraktion. Besonders zu erwähnen ist, dass es künftig auch eine schnelle und direkte Verbindung zwischen dem Durlacher Zündhütle und dem Bahnhof Busenbach gibt. Stündlich fährt ein Bus vom Bahnhof Busenbach über Ermlisgrund und Palmbach nach Grünwettersbach. Kosten für den einjährigen Probebetrieb betragen für die Gemeinde Waldbronn 29 Tsd. EUR, aufgeteilt für zwei Jahre sind das ca. 15 Tsd. EUR pro Jahr Dieses Geld ist gut angelegt, können Besucher aus Karlsbad, Durlach und den Höhenstadtteilen doch in Zukunft einfacher Waldbronns Freizeiteinrichtungen besuchen und Waldbronner haben eine bessere Anbindung an Durlach. Während des Probebetriebes werden ständige Auslastungskontrollen durchgeführt, so dass am Ende verlässliche Zahlen vorgelegt werden können. Dann wird die Entscheidung fallen, ob das neue Buslinienkonzept auf Dauer eingeführt wird.

Höherer Zuschuss für Trägerverein Jugendarbeit Karlsbad / Waldbronn eV. genehmigt

Es ist wirklich schwierig, in der jetzigen Haushaltskonsolidierungsphase über überplanmäßige Ausgaben zu entscheiden. Allerdings sind die Freien Wähler der Meinung, dass in der Betreuung unserer Jugend und Kinder unser Geld mehr als gut investiert ist. Aus diesem Grund haben wir der Erhöhung des Zuschusses von derzeit 170 Tsd. EUR auf 190 Tsd. EUR für den Trägerverein Jugendarbeit Karlsbad/Waldbronn zugestimmt. Grund für den höheren Zuschuss war der Wegfall des Kreiszuschusses. Detlef Schäfer, Leiter des Jugendtreffs Karlsbad / Waldbronn, bestätigte auf Nachfrage, dass gemeinsame Projekte mit jugendlichen Flüchtlingen geplant sind.

Gespräche über Kreisel und Friedhofserweiterung

Ortsbesichtigung an der Kreuzung Pforzheimer Str. / Merkurstr. mit der Landtagsabgeordneten Barbara Saebel (Bündnis90/Die Grünen)

Wie bereits berichtet, haben die Fraktionen der Freien Wähler und der CDU einen Antrag gestellt, der die Verwaltung auffordert, das Thema eines Verkehrskreisels an der Kreuzung Pforzheimer Str. / Merkurstr. erneut aufzunehmen. Wie wichtig das Thema ist, zeigte die Anwesenheit einiger Anwohner bei der Ortsbesichtigung. So konnten sie ihre Standpunkte direkt gegenüber der Landtagsabgeordneten Barbara Saebel und Gemeinderäten der Freien Wähler äußern. Christine Neumann, MdL, CDU besuchte schon vor einigen Wochen Waldbronn, um sich ein Bild von der Verkehrssituation an dieser Stelle zu machen. Schon 2008 formierte sich eine Bürgerinitiative für die Erstellung eines Kreisels, die 455 Unterschriften dem damaligen BM Harald Ehrler vorlegte. Thema war auch der geplante Umbau der Autobahnanbindung von Karlsbad aus (Ochsenstr. / L 623 ). Während der in Kürze anstehenden Umbauphase wird ein großer Teil des Verkehrs durch Waldbronn fließen. Was kommt da auf Reichenbach zu? Welche Belastungen müssen die Anwohner ertragen? Barbara Saebel hat uns Ihre Unterstützung zugesagt. Dank an dieser Stelle an die Bäckerei Nussbaumer für die Möglichkeit, die Kreuzung aus deren Besprechungsraum zu betrachten und für die anschließende Einladung zu Kaffee und Kuchen. Auch wenn die bisherigen Aussagen von Land und Kreis nicht für die Realisierung eines Kreisels sprechen, werden wir hartnäckig bleiben und uns für eine Realisierung des Verkehrskreisels einsetzen.

Geplante Erweiterung Friedhof Busenbach

In den vergangenen Wochen wurden die Freien Wähler von Waldbronner Bürgern angesprochen, die Recherchen unternommen hatten, um die geplante Erweiterung des Busenbacher Friedhofes zu hinterfragen. Wir mussten nach der Durchsicht der Unterlagen zu der eindeutigen Erkenntnis kommen, dass die geplante Erweiterung des Busenbacher Friedhofes zum jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig ist. Wir stellen uns die Frage: Welche Überlegung veranlasst die Verwaltung, dem Gemeinderat und der Bevölkerung mitzuteilen, dass ab 2018 in Busenbach keine Erdbestattungen mehr möglich sind, obwohl nachweislich ca. 70 – 80 belegbare Plätze für Erdbestattungen vorhanden sind? Außerdem geht der Trend weiter in Richtung Urnenbestattungen. Zum Vergleich: Waren es im Jahre 2015 noch 17 Erdbestattungen, so verringerte sich diese Zahl 2016 auf 14 Erdbestattungen. Dem gegenüber stehen 24 Urnenbestattungen im Jahr 2015 und 32 Urnenbestattungen 2016. Falsch ist daher auch die Aussage des Planungsbüros, dass in 10 Jahren ca. 60% Urnenbestattungen erwartet werden, denn derzeit erfolgen bereits 70% Urnenbestattungen. Außerdem muss die Frage gestellt werden: Hat die Gemeinde in der jetzigen desolaten finanziellen Situation überhaupt die Mittel von ca. 2 Mio. Euro für eine Friedhofserweiterung?

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