Zur Beurteilung des Antrags “Bebauung der Fleckenhöhe”

Mit großem Bedauern haben wir zur Kenntnis genommen, dass unser gemeinsamer Antrag „Bebauung der Fleckenhöhe“ mit der Fraktion „Bündnis 90/ Die Grünen“ vom 11.05. 2017 durch das Kommunal– und Prüfungsamt des Landratsamtes beanstandet und als rechtswidrig eingestuft wurde. Aber was war der Grund, weshalb wir uns zu diesem Antrag entschlossen und die Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder dafür gestimmt hatten? Letztendlich geht es darum, dass die Gemeinderatsmehrheit durch ihre Abstimmung für den Antrag deutlich gemacht hat, dass Waldbronn derzeit andere Probleme zu lösen hat, die sehr hohe Priorität haben, als eine Bebauung auf der Fleckenhöhe voranzutreiben, wie dies Bürgermeister Franz Masino plant.
Ob nun der Antrag aufgrund der gewählten Formulierungen “rechtswidrig” ist oder nicht, ändert nichts an dieser Tatsache. Wir bitten Bürgermeister Masino deshalb, den politischen Willen der Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder zu akzeptieren. Ein großer Fehler wäre es, aufgrund der Entscheidung der Kommunalaufsicht zu glauben, dass nun der Weg offen steht, das Thema “Bebauung Fleckenhöhe” im Gemeinderat zu behandeln und eine Einwohnerversammlung dazu abzuhalten. Die Fraktion der „Freien Wähler Waldbronn“ hat die Entscheidung der kommunalen Prüfungsanstalt angenommen. Wir hoffen, dass im Gemeinderat wieder etwas Ruhe einkehrt, und wir uns auf die wichtigen Dinge konzentrieren können. Bei den Diskussionen in den letzten Wochen und Monaten ging es nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern um kommunalpolitische Einstellungen und Positionen. Das ist gelebte Demokratie.

Erweiterung des Pflegeheims in Rück

Nach der Sommerpause begann die Arbeit im Gemeinderat mit einer Sitzung des AUT. Zwei Bauanträge und eine Bauanfrage wurden besprochen. Ohne Probleme konnte einem Bauantrag in Reichenbach und einer Bauvoranfrage in Busenbach zugestimmt werden. Mehr Diskussionsbedarf hatte der Bauantrag zur Erweiterung des bestehenden Pflegeheims im Rück. Um zwei Pflegegruppen soll diese Einrichtung vergrößert werden mit Hilfe eines zweigeschossigen Anbaus. Die vorhandene Fläche ist begrenzt, so dass es Schwierigkeiten gibt, weitere Stellplätze zu erstellen. In der Tiefgarage befinden sich 10 Stellplätze, die nach der Landesbauordnung für solche Einrichtungen auch bei einer Vergrößerung ausreichend wären. Aber jetzt schon ist es schwierig für Besucher des Pflegeheimes, Parkplätze zu finden. Die Verwaltung und der Betreiber sollten dringend diese Problematik in ihre Überlegungen einbeziehen. Außerdem stellte Rechtsamtsleiter Harald Irion die Untersuchungsergebnisse über Freizeitlärm, Sportanlagenlärm und Verkehrslärm für das Baugebiet „Rück II“ dem Gremium vor. Vor allem die Mehrgeschosshäuser an der Talstraße sind davon betroffen, befinden sich doch in ihrer Nähe das Fußballstadion, die Festhalle und ein großes Einkaufszentrum. Die Bauträger dieser Gebäude werden darauf hingewiesen, dass Schlaf- und Wohnbereiche in den rückwärtigen und ruhigeren Teil geplant werden.

Die vom letzten Hochwasser geplagten Bürgerinnen und Bürger in Busenbach können aufatmen: Es geht vorwärts! Jürgen Hemberger vom Baurechtsamt stellte dem Ausschuss mögliche Rückhaltungen von Regenwasser vor. Dabei geht um ein Rückhaltebecken entweder zu Beginn des Brahmsweges, wobei die Gemeinde Wiesengrundstücke kaufen müsste, oder an der neuen Turnhalle auf gemeindeeigenem Grundstück. Das Ingenieurbüro Müller soll nun die Kosten für die beiden Maßnahmen berechnen. Zeitnah soll das unzureichende Gefälle der Abwasserleitung an der Kreuzung „Hinterm Zaun/ Turnplatz“ behoben werden. Nun soll für Reichenbach weiter geplant werden.

Ausflug zum Kurpfalzpark Wachenheim

Auch in diesem Jahr unterstützten die Freien Wähler den Ferienspaß der Gemeinde Waldbronn mit einer eigenen Aktivität. 19 Jungen und Mädchen im Alter von 8 bis 12 Jahren nahmen das Angebot wahr und fuhren mit zwei Kleinbussen, die die Gemeinde zur Verfügung stellte, in den etwa 70 Kilometer entfernten Kurpfalzpark in der Nähe von Neustadt/Weinstraße.

Nach einer Rundfahrt mit dem Kurpfalz-Express durch den Park wussten die Kids, was für sie am interessantesten sein könnte: Eine Fahrt auf der Sommerrodelbahn oder auf der Bobbahn, Rutschen in Säcken auf verschieden steilen Strecken der superlangen Rutschbahn, Klettern auf der Pirateninsel, Tretboot fahren auf dem See in einem schwimmenden Schwan oder nur auf einem der Spielplätze spielen. Für jeden war etwas dabei.

Zunächst besuchte die Gruppe die Greifvogelschau. Ein Kind durfte den Falknerhandschuh anziehen, einen Mäusebussard locken und füttern. Ein Mädchen war so mutig, sich auf seine Mütze Futter legen zu lassen, so dass die beiden roten Milane sich die „chicken McNuggets“ direkt von der Mütze holen konnten. Diese Raubvögel zeichnen sich durch spitze Krallen aus, mit denen sie ohne Problem ein Beutetier während des Fluges greifen und töten können. Ganz genau erklärte der Falkner den interessierten Zuhörern Wissenswertes rund um die Raubvögel; dabei stellte er auch zwei kanadische Eulen und einen Gänsegeier vor, der so viel frisst, dass er hinterher nicht mehr fliegen kann. Einen junger Weißkopfadler mit seiner Flügelspannweite von über zwei Meter bestaunten wir. Ein tolles Erlebnis war für die Kinder am Ende der Show die Möglichkeit, den ledernen, ein kg schweren und 300 € teuren Falknerhandschuh anzuziehen.

Den Hunger der kleinen Gäste um die Mittagszeit stillte das gemeinsame Essen der gegrillten Würstchen. Aber danach nahmen die Kinder sofort wieder die verschiedenen Attraktionen in Beschlag. Der warme, sonnige Erlebnistag hat allen in der Gruppe sichtlich Spaß gemacht, auch wenn die Kids manchmal anstehen mussten, bis sie bei einem Fahrgeschäft an der Reihe waren. Der eine oder andere wird sich gerne an „Wutzel“, das sprechende Wildschwein-Maskottchen des Parks, erinnern, das am Anfang die Besucher begrüßt und am Ende sich von ihnen verabschiedet.

Ein herzliches Dankeschön unseren beiden unermüdlichen Fahrern Willibald Masino und Dieter Rädle, die unser Team tatkräftig unterstützten.

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