Aus dem Umweltbeirat

Ein ökologisch sinnvolles Nahwärmekonzept für Rück II?

Die ENBW stellte in der jüngsten Sitzung dieses Ausschusses ein Nahwärmekonzept für das Baugebiet Rück II vor. Schon mit der vorhandenen Energiezentrale bei Agilent können die geplanten Mehrgeschosshäuser an der Talstraße kostengünstig und umweltschonend bei geringem Emissionsausstoß beheizt werden. Fotovoltaikanlagen auf den Dächern erzeugen außerdem noch günstigen Strom. Aber mit einem neuen kleinen BHKW im Rück, verbunden mit der bestehenden Energiezentrale, könnten auch die Einfamilienhäuser kostengünstig mit Wärme und Strom versorgt werden. Was wären die Vorteile? Strom könnte um 10 % günstiger bezogen werden, es gibt keine Wartung für die Heizungsanlage und die Bezieher bekämen eine vereinfachte Heizkostenabrechnung. Die Ökobilanz könnte sich sehen lassen!

Was soll mit den Birken geschehen?

Nicht jeder Bürger mag Birken, vor allem die Menschen haben ein gespaltenes Verhältnis zu dieser Baumart, die sich mit Allergien wegen Birkenpollen herumärgern müssen. Aber deswegen alle Birken auf Gemeindegebiet entfernen? Vor allem die vier Birken vor der Carl-Walther-Schule sind einigen Bürgern ein Dorn im Auge, stehen sie doch mitten in Reichenbach. Vor Jahren wurden sie unsachgemäß gekürzt, so dass sich in der Zwischenzeit in zwei Bäumen ein Pilz einnisten konnte. Gepflanzt wurden diese Birken in den 60er und 70er Jahren, ihre Lebenserwartung liegt innerorts bei maximal 60 bis 70 Jahren. Birken sind Flachwurzler und mögen keine trockenen und heißen Sommer. Da absehbar ist, dass ihre Lebenszeit bald zu Ende geht, sprach sich das Gremium für den Erhalt und die ordnungsgemäße Pflege der Bäume aus. Der Brandschutz muss natürlich eingehalten werden. An der Talstraße sollen diejenigen Exemplare herausgenommen werden, die zu eng oder in zweiter Reihe stehen.

Soll es in Waldbronn eine Leinenpflicht für Hunde geben?

Zu diesem Thema gingen die Meinungen im Gremium auseinander. Während der Diskussion fielen Worte wie ‘nicht artgerecht, wenn ein Hund an der Leine geführt werden muss’ oder ‘der Hundehalter ist dran schuld, wenn er seinen Hund nicht richtig erzieht und dieser aggressiv ist’. Ein Bürger gab an, dass sein Hund schon von anderen nicht angeleinten Hunden angefallen und gebissen wurde. Auch dass Hundehalter ihren Liebling trotz Leinenpflicht auf extra gekennzeichneten Wegen nicht anleinen würden, ist bekannt. Tatsache ist, dass in Waldbronn 410 Hunde gemeldet sind, darunter auch welche, die als gefährlich eingestuft sind. Immer mehr Menschen leben auf der verhältnismäßig kleinen Waldbronner Gemarkung, Jäger berichten von ausgebüxten Hunden, die Rehe und Kleintiere im Wald jagen oder diese auf die Straße treiben, wo sie angefahren werden. Am Ende sprach man sich gegen eine generelle Leinenpflicht aus und gab die Verantwortung an die Hundehalter ab.

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