22. März 2022

Verkehrskonzept

Verkehrskonzept

Aus dem Ausschuss für Umwelt und Technik

Zustimmung für das Pflichtenheft zur Erstellung eines Verkehrskonzeptes

In der letzten Gemeinderatssitzung wurden die Mitglieder des Ausschuss vom Gremium beauftragt, das Pflichtenheft für die Erstellung eines Verkehrskonzeptes in Waldbronn noch einmal zu prüfen, um dann der Verwaltung den Auftrag zu erteilen, Angebote von Büros einzuholen, die  konkrete Maßnahmen zu den aufgeführten Topics erarbeiten. Zu den 6 Verkehrszielen gehören neben der Stärkung der Radfahrinfrastruktur die Stärkung der E-Mobilität, die Parkraumbewirtschaftung, Stärkung des Fußgängerverkehrs mit barrierefreiem Ausbau, Intensivierung des öffentlichen Nahverkehrs und eine Verbesserung der Geschwindigkeitsmessung. Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA BW) bietet eine Fördermöglichkeit von bis zu 50%, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Dazu gehört auch eine Bürgerbeteiligung. Einstimmig erhielt die Verwaltung den Auftrag, sich Angebote einzuholen. Etwa 50 Tsd Euro wurden für die Erstellung eines Verkehrskonzeptes an Haushaltsmitteln bereit gestellt. Bis Anfang September soll das Verkehrskonzept erstellt sein. Anschließend erfolgt die Umsetzung.

Welches Verkehrskonzept ist in der Pforzheimer Straße vorgesehen?

Die Pforzheimer Straße in Reichenbach wird saniert und weil dies eine Landesstraße ist, trägt das Regierungspräsidium in Karlsruhe die Verantwortung und die Kosten. Die Sanierung des Kanalsystems und der Bürgersteige obliegt aber der Gemeinde. Hauptamtsleiter Reinhold Beyer stellte ein paar Punkte vor: Die Straße kann nicht verbreitert werden und deshalb ist es auch nicht möglich einen Fahrradweg einzurichten, eine Querung der Straße zwischen Kurhaus und Brücke ist derzeit nicht geplant, da bei Tempo-30 dies nicht notwendig sei. Der Überweg an der AVG-Brücke wird aber barrierefrei ausgebaut. Die Geschwindigkeitsmessung könnte vor allem in der Nacht verstärkt werden durch einen sog. Enforcementtrailer, aber die Bußgelder kommen nicht der Gemeinde zugute. Der Bau eines Kreisels an der Kreuzung Rulandstraße/Pforzheimerstraße ist nicht vorgesehen, weil diese Kreuzung kein Unfallschwerpunkt darstellt. So bleibt summa summarum nach der Sanierung verkehrstechnisch eigentlich alles „beim Alten“. Leider! Denn es gibt schon ein paar neuralgische Punkte, die man verbessern könnte:

1. eine Querungshilfe für Fußgänger zwischen Kurhaus  und AVG-Brücke, (Fußgängerüberwege sind auf Tempo-30 Straßen nicht vorgesehen)

2. eine Entschärfung der Kreuzung Etzenroter Straße/PforzheimerStraße

3. eine Entschärfung der Kreuzung Pforzheimer Straße/Rulandstraße

Es ist davon auszugehen, dass der Verkehr durch weiteren Zuzug von Menschen in Zukunft zunehmen wird. Deshalb sollten auch die Straßenverhältnisse bei einer Sanierung vorausschauend angepasst werden.

Im  Namen der Fraktion:

Kurt Bechtel, Angelika Demetrio-Purreiter, Volker Becker