22. November 2020

Mehrgenerationenhaus und Kinderbetreuung

Mehrgenerationenhaus und Kinderbetreuung

Mehrgenerationenhaus im Rück 2: Erstellen einer Bewertungsmatrix für die Ausschreibung

Step by step nimmt das Mehrgenerationenhaus im Rück 2 Gestalt an. In der letzten Sitzung des Gemeinderates wurde über die Vergabeunterlagen für eine EU-weite Ausschreibung diskutiert. Dabei ging es auch um eine sog. Bewertungsmatrix, in der  einzelne Punkte bewertet werden sollen. Kriterien sind der Kaufpreis des Grundstückes, der Mietzins für den sechs-gruppigen Kindergarten, Wohnraumbereitstellung mit anteilig bezahlbarem Wohnraum, das Nutzungskonzept und städtebauliche Kriterien. Von Kunst-Kommunalkonzept, einem Büro, welches die Gemeinde in der Entscheidungsfindung begleitet, wurde eine Bewertungsmatrix aufgestellt nach den Vorgaben, wie sie von Mitgliedern des Gemeinderates in einer Klausurtagung festgelegt worden waren. Dabei fiel auf, dass die Gewichtung für das Kriterium „ Mietpreis für den Kindergarten“ zu niedrig angesetzt war. Dies hätte bedeuten können, dass die Gemeinde eine hohe Miete für den Kindergartenbereich hätte zahlen müssen. Auch wir haben das Problem gesehen und sind der  Meinung, dass der maximale Mietzins bei 10 Euro pro Quadratmeter ausreichend ist mit einer Mietbindung auf 20 Jahre. Unser Fraktionsvorsitzender Kurt Bechtel machte den Vorschlag, dass in die Bewertungsmatrix auch eine Umwidmung z. B. in seniorengerechtes Wohnen aufgenommen werden sollte, wenn die Zahlen für die zu betreuenden Kinder in der Gemeinde in den kommenden Jahren zurückgehen würden. Dazu wurde erklärt, dass man diesen Aspekt durch die Punktvergabe unter dem Kriterium „Nutzungskonzept“ bewerten könnte. So wurde nur die Gewichtung „ Mietpreis Kindergarten“  in der Bewertungsmatrix verändert.

Bedarfsermittlung für die Kinderbetreuung

Die gute Aussage am Anfang: Laut dem gegenwärtigen Stand können im nächsten Jahr alle Kinder, die in einer Kindertagesstätte betreut werden müssen, tatsächlich auch zeitnah betreut werden. Dafür hat die Gemeinde auch in den letzten Jahren durch Kindergartenneubauten und -anbauten viel Geld in die Hand genommen. Bis zu 145 Kleinkinder und 495 Ü3 Kinder können in Waldbronn unterschiedliche Einrichtungen besuchen. Auch der Waldkindergarten ist schon seit dem Sommer in Betrieb und kann bis zu 20 Kinder aufnehmen. Bisher werden erst 5 in dieser Einrichtung betreut, weitere Anmeldungen liegen vor. Erschreckend ist aber der Sprachförderbedarf von ca. 70 Kindergartenkindern. Die Bedarfsermittlung wurde durch die Verwaltung auf Grund von Vorschlägen auch aus unserer Fraktion in einer der letzten Gemeinderatssitzungen in Auftrag gegeben. Für die Förderung dieser Kinder benötigt man eine 0,9 Personalstelle. Danke an die Verwaltung für die Ermittlung des Förderbedarfs von Kindergartenkindern in allen Einrichtungen in Waldbronn.