4. März 2021

Tourismuskonzept und Kinderbetreuung Etzenrot

Tourismuskonzept und Kinderbetreuung Etzenrot

Brauchen wir die Erstellung eines Tourismuskonzeptes?

In der letzten Gemeinderatssitzung wurde darüber beratschlagt, welches Büro ein Tourismuskonzept für Waldbronn erstellen könnte. Man wählte das Büro Kohl und Partner. Dieses soll explizit für Waldbronn gelten. Die Erarbeitung wird vier Monate in Anspruch nehmen und zusammen mit politischen Vertretern, den sog. Leistungsträgern, wie Vertretern aus Gastronomie oder Hotellerie, Mitarbeitern aus der Kurverwaltung und mit Bürger*innen unter der Moderation dieses Büros erstellt werden.

Wir sehen die Vorgehensweise in der Fraktion kritisch. Warum? Zum einen sind wir schon überregional in verschiedenen Tourismusverbänden vertreten; für Albtal plus gibt die Gemeinde jedes Jahr 25 Tsd. Euro aus, weitere Verbände wie der Heilbäderverband oder Vis-a-vis sind auch nicht kostenlos. Zum anderen sehen wir den gewählten Zeitpunkt als nicht passend an. Mitten in der Coronapandemie soll ein Konzept ausgearbeitet werden, was wahrscheinlich mehr als die veranschlagten 14 Tsd. Euro kosten wird. Die Umsetzung muss auch finanziell bewältigt werden. Unsere Meinung ist, dass man sich zunächst selbst Gedanken machen sollte, wohin der touristische Weg von Waldbronn gehen soll. Wir stellten den Antrag, die Beauftragung eines Büros zunächst nach der Öffnung des Lockdowns zu verschieben. Leider wurde dies mehrheitlich abgelehnt. Wir wiederum enthielten uns der Stimme, als es zur Abstimmung für die Beauftragung des Büros kam. Wir wünschen uns, dass die Gemeinde und die am Tourismus in Waldbronn beteiligten Organisationen und Einrichtungen von einem gut ausgearbeiteten Tourismuskonzept profitieren können.

Wie geht es mit der Kinderbetreuung in Waldbronn weiter?

Durch eine jährliche Fortschreibung der Kinderzahlen im U3, Ü3 und Schulbereich werden die Gemeinderäte darüber informiert, wo Handlungsbedarf besteht. Längerfristig benötigen wir 715 Plätze für Kinder von 0 bis 6 Jahre, auch die Grundschulklassen in den einzelnen Schulen können in Zukunft 2- bis 3-zügig werden. Der katholische Kindergarten St. Bernhard in Etzenrot ist schon seit einiger Zeit an seine Kapazitätsgrenze gestoßen, so dass U3 Kinder schon gar nicht mehr aufgenommen werden können. Eine Erweiterung ist auch nicht möglich, weil die Freifläche in einem FFH-Gebiet liegt. Was ist also zu tun? Kurzfristig muss schnell als Überbrückung eine neue Gruppe als Provisorium eingerichtet werden. Vorschläge gab es einige, aber die Umsetzung wird schwierig sein. Mittelfristig und langfristig wird die Verwaltung und der Gemeinderat nicht drum herumkommen, einen wenigstens 4-gruppigen Kindergarten in Etzenrot zu errichten. Das Areal des Gesellschaftshaus wäre eine gute Option. Aber unserer Fraktion liegt es am Herzen, dass die Vereine, die noch das Gesellschaftshaus für ihr Übungsabende nutzen mit ins Boot geholt werden, um eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung zu finden.

(Text: A.D.-Purreiter)